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Miese Badesaison: Umsätze brechen um 40 Prozent ein



Braunschweig

Miese Badesaison: Umsätze brechen um 40 Prozent ein

Man hoffe, in der kommenden Woche einen Ausblick geben zu können, wie es mit den Bädern zu Corona-Zeit weitergeht.

von Anke Donner


Die Wasserwelt in Braunschweig gehört zur Stadtbad Braunschweig GmbH. Vorerst bleibt das Bad geschlossen.
Die Wasserwelt in Braunschweig gehört zur Stadtbad Braunschweig GmbH. Vorerst bleibt das Bad geschlossen. Foto: Archiv/ Balder

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Braunschweig. Das Jahr neigt sich allmählich dem Ende zu. Und was für ein Jahr das war. Eines, das die Gesellschaft auf eine harte Probe gestellt hat. Und nicht nur die - auch die Wirtschaft leidet unter den coronabedingten Maßnahmen. Wie für viele Unternehmen, war das Jahr 2020 auch für die Stadtbad Braunschweig GmbH geprägt von finanziellen Verlusten. Diese vermeldet 40 Prozent Umsatzeinbußen.



Seit dem Ausbruch der Pandemie im Frühjahr mussten auch die Frei- und Hallenbäder zwischenzeitlich schließen oder durften nur unter strengen Hygieneauflagen öffnen. Das hat Spuren hinterlassen. Das Corona-Jahr sei für die städtischen Bäder – wie auch für zahlreiche andere Wirtschaftsbereiche – mit deutlichen Einschränkungen und Verlusten verbunden, wie uns Fabian Neubert von der Stadtbad Braunschweig GmbH auf Nachfrage mitteilt. "Durch die angeordneten Schließungen, die anschließenden Einschränkungen im Betrieb sowie die Zurückhaltung der Gäste liegen wir in diesem Jahr rund 40 Prozent unter den Besucherzahlen und Umsätzen aus Eintrittsgeldern von 2019. Der Rückgang durch die Teilschließung des Sportbades Heidberg ist in dieser Betrachtung nicht inbegriffen", so Neubert

E-Ticketing-System entwickelt


Um den Auflagen gerecht zu werden und dennoch so vielen Gästen wie möglich Sauna- und Badbesuche zu ermöglichen, habe man sich während des ersten Lockdowns für ein E-Ticketing-System entschieden, das den Eintritt nach bestimmten Zeitfenstern staffelt und dieses System bis dato beibehalten. So habe man Menschenansammlungen an den Kassen weitestgehend vermeiden, aber auch Kapazitäten durch Gäste, die das Bad verlassen haben, erneut zum Verkauf freigegeben können.

"Leider mussten auch zahlreiche Kurse abgesagt werden. Bei Aquafitnesskursen zum Beispiel mag dies nicht so schlimm erscheinen, wenn es um die Schwimmausbildung von Kindern - aber auch von Erwachsenen - geht, fällt eine solche Entscheidung – so sinnvoll und erforderlich sie auch ist – natürlich extrem schwer. In der kommenden Woche werden wir auf Basis der aktuellen Verordnung vermutlich einen Ausblick geben können, wie es mit den Bädern in den kommenden Wochen weitergeht", berichtet Neubert abschließend.


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