MIT Wolfenbüttel setzt sich für Dieselfahrer ein

5. Februar 2019
Holger Bormann spricht sich gegen Fahrverbote in Braunschweiger Land aus. Foto: MIT Kreisverband Wolfenbüttel
Wolfenbüttel. Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU in Wolfenbüttel (MIT) will die derzeit geltenden Stickoxid-Grenzwerte im Straßenverkehr aussetzen und die umstrittenen Messverfahren auf den Prüfstand stellen. Dies teilt der MIT Kreisverband Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung mit.

„Fahrverbote im Braunschweiger Land müssen in jedem Fall verhindert werden“, sagt Holger Bormann, Vorsitzender der MIT Wolfenbüttel. Die MIT Wolfenbüttel fordert die Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen auf, die Messstationen so aufzustellen, wie es die 39. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchVO) verlangt. „Die Messungen müssen präzise und europaweit einheitlich vorgenommen werden. In Deutschland werden die Messungen zu oft bewusst manipuliert, indem zu nah an Straßen oder Kreuzungen gemessen wird, ohne dass dies nötig wäre“, so Bormann Die Positionierung der Messstationen in Deutschland müsse deshalb überall darauf überprüft werden, ob sie die Immissionswerte tatsächlich dort messen, wo Menschen die Luft einatmen.

„Dieselfahrer genießen Vertrauensschutz“ 

„Fahrverbote schaden vor allem den Berufstätigen und Mittelständlern “, so MIT-Chef Holger Bormann weiter. „Wer einen Diesel gekauft hat, muss sich auch darauf verlassen können, diesen uneingeschränkt fahren zu dürfen. Dieselfahrer genießen Vertrauensschutz und dürfen nicht durch die Hintertür enteignet werden.“

Die MIT Wolfenbüttel verweist auf einen entsprechenden Beschluss des MIT-Bundesvorstands. Darin werden die Bundesregierung, die CDU/CSU-Bundestagsfraktion und die EVP-Fraktion im Europäischen Parlament aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die derzeit geltenden Grenzwerte für die Immission von Stickoxiden im Straßenverkehr ausgesetzt werden. „Die Grenzwerte sollen mit Blick auf nachweisbare gesundheitliche Gefährdungen durch wissenschaftliche Experten neu überprüft und anhand der Prüfungsergebnisse gegebenenfalls korrigiert werden“, so der Beschluss. „Die Fristen der Richtlinie müssen so weit verlängert werden, dass auch Städte die Grenzwerte durch die natürliche Fahrzeugerneuerung und ohne Fahrverbote erreichen können“, sagt Bormann.

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