Mobilität und Wohnen bleiben Schwerpunktthemen der Grünen

9. Februar 2019
Die Grüne Ratsfraktion am Kornmarkt: Sascha Poser, Elke Schmidt, Reiner Strobach, Ulrike Krause, Stefan Brix, Jürgen Selke-Witzel (v. li.). Foto: Bündnis90/Die Grünen
Wolfenbüttel. Kürzlich fand die Klausurtagung der Grünen Ratsfraktion statt. Wie diese mitteilt, bleiben Mobilität und Wohnen die Schwerpunktthemen für 2019.

Auf ihrer jährlichen Klausurtagung war sich die Grüne Ratsfraktion einig, dass beide Aspekte zusammen gedacht und nachhaltig konzipiert werden müssen, um vor Ort einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Konkret fordern die Grünen zum Beispiel die Ausweitung des Projektes „Jung kauft Alt“ auf die gesamte Stadt und die gezielte Förderung innenstadtnahen Wohnens, um einer weiteren Zersiedelung entgegenzuwirken. Wohnen in der Innenstadt soll auch durch die Umwidmung von öffentlichem Parkraum in Anwohnerparkplätze attraktiver gemacht werden. „Wir werden dazu nach Ostern eine öffentliche Veranstaltung mit eigenen Vorschlägen durchführen“, kündigt Jürgen Selke-Witzel als Fraktionsvorsitzender an.

„Fahrradfreundliche Kommune“ beim Wort nehmen

Die Grüne Ratsfraktion wird sich vor diesem Hintergrund auch weiterhin für einen attraktiveren ÖPNV stark machen und die Stadt Wolfenbüttel als „fahrradfreundliche Kommune“ beim Wort nehmen und darauf hinwirken, dass endlich weitere Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt, zum Beispiel am Kornmarkt und in der Kommissstraße geschaffen werden. „Dass das für Pendler am Bahnhof wichtige und seit langem angedachte abschließbare Fahrrad-Haus immer noch nicht geplant, geschweige denn gebaut wurde, bleibt ein Ärgernis!“, kommentiert Stefan Brix, Mitglied im Bauausschuss.

Wie notwendig all diese Maßnahmen sind, hat sich für die Ratsfraktion während eines Rundgangs in der Mittagspause gezeigt: Bahnhof, Harztorplatz, Schloßplatz, Stadtmarkt und Robert-Everlin-Platz waren dabei nur einige Stationen. An diesen Orten haben die Ratsfrauen und -herren auch das Konzept zur Parkraumbewirtschaftung ausführlich debattiert. „Am Ende waren wir uns einig, dass Plätze, die das Stadtbild prägen – in erster Linie Stadtmarkt und Harztorplatz – nicht länger Parkraum sein dürfen“, resümiert Ulrike Krause und ergänzt: „Wer mit dem Auto in die Stadt fährt und einen Parkplatz beansprucht, sollte dafür auch eine angemessene Gebühr bezahlen.“

Natürlich standen auch noch weitere Themen wie die neuen Gebühren für Krippen- und Hortplätze, die Disc-Golf-Anlage im Gutspark Linden und die Würdigung von Leopold Zunz anlässlich seines 225. Geburtstages auf der Tagesordnung. 

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