Nach 25 Jahren: Führungswechsel beim Arbeitskreis Stadtgeschichte

Der Verein verabschiedete Krim Weber-Rothmaler aus ihrem Amt, Jeannette Hentschel übernimmt.

Jeannette Hentschel (links) und Krim Weber-Rothmaler.
Jeannette Hentschel (links) und Krim Weber-Rothmaler. | Foto: Arbeitskreis Stadtgeschichte

Salzgitter. Nach einem Vierteljahrhundert an der Führungsspitze des Arbeitskreises Stadtgeschichte e.V. fand ein Führungswechsel statt: Auf der Mitgliederversammlung Mitte November wurde Jeannette Hentschel einstimmig zur neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Die langjährige Vorsitzende Krim Weber-Rothmaler bleibt dem Verein als 2. Vorsitzende verbunden.



Der Verein verabschiedete Krim Weber-Rothmaler mit Dank aus ihrem Amt. In ihrer 25-jährigen Amtszeit spielte die Weiterentwicklung der Gedenkstättenarbeit eine wichtige Rolle. Ein Höhepunkt ihrer Amtszeit war die Neugestaltung und Wiedereröffnung der Dauerausstellung der Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte im Jahr 2022. Sie leitete zudem zahlreiche Projekte zur Förderung der Erinnerungskultur in Salzgitter.

„Mit Freude blicke ich auf die letzten 25 Jahre im Arbeitskreis Stadtgeschichte und die gemeinsamen Erfolge in der Erinnerungsarbeit zurück. Es ist erfreulich, dass mit Jeannette Hentschel ein engagiertes Mitglied übernommen hat und wir die Möglichkeit zur Erneuerung an der Spitze nutzen. Ein Wechsel nach 25 Jahren ist nötig, und ich freue mich auf die neuen Ideen und Projekte, die Jeannette einbringen wird“, äußerte Krim Weber-Rothmaler.

Schon lange ehrenamtlich engagiert


Jeannette Hentschel war bereits seit zwei Jahren als Beisitzerin im Vorstand tätig und hat sich schon lange ehrenamtlich für den Verein engagiert. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und möchte Krim zunächst für ihre herausragende Arbeit danken. Sie hat den Verein maßgeblich geprägt – umso schöner, dass sie uns weiterhin im Vorstand unterstützt“, erklärt die neue Vorsitzende. „Das Interesse an der Erinnerungskultur begleitet mich schon lange und ich bin gespannt auf die Herausforderungen und Projekte, die uns in den kommenden Jahren erwarten!“

Der Vorstand wird weiterhin durch Elisabeth Burgtorf, Jörg Dreyer, Winfried Hennemann, Horst Ludewig, Heiko Raupach, Felix Tiesler und Matthias Wilhelm ergänzt, die ihre bisherigen Rollen weitgehend beibehalten. Seit seiner Gründung verfolgt der Verein das Ziel, die Geschichte und Gegenwart der Stadt Salzgitter zu erforschen und zu vermitteln. Dieser Leitgedanke wird durch das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder getragen.

In den 80er Jahren seien die Geschichten der Konzentrationslager im Raum Salzgitter weitgehend ignoriert worden. Doch in Zusammenarbeit mit der IG Metall und dem Betriebsrat der Salzgitter Flachstahl GmbH habe sich der Verein für die Einrichtung einer Gedenkstätte in den historischen Räumen des ehemaligen KZ Drütte auf dem Werksgelände der Stahlwerke Peine-Salzgitter AG eingesetzt. Als Trägerverein der Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte engagiert sich der Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. gegen Diskriminierung und Hass, wobei Bildung und Aufklärung im Mittelpunkt stehen.