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Nach Hausbrand: Hilfsbereitschaft ist ungebrochen



Wolfenbüttel

Nach Hausbrand: Hilfsbereitschaft ist ungebrochen

von Anke Donner


Kathrin Zater, Gerald Soest, Carolin und Lennart-Maximilian-Himmelspach in dem Laden in der Kommißstraße. Dort  können Spenden abgegeben werden. Fotos: Anke Donner
Kathrin Zater, Gerald Soest, Carolin und Lennart-Maximilian-Himmelspach in dem Laden in der Kommißstraße. Dort können Spenden abgegeben werden. Fotos: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Wolfenbüttel. Nach dem verheerenden Brand in einem Fachwerkhaus in der Wolfenbütteler Innenstadt stehen die Bewohner vor dem Nichts. Nun ist eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft angelaufen. In der Kommißstraße können nach wie vor Spenden abgegeben werden.



In der Kommißstraße 12 können in den kommenden Tage täglich von 10.30 bis 12 und 17 bis 19 Uhr Spenden abgegeben werden. „Die Hilfsbereitschaft ist riesig. Wir haben bis jetzt mehr als 150 Mails mit Hilfs- und Spendenangeboten bekommen. Wir versuchen nun alles zu organisieren. Zu den Öffnungszeiten können aber hier alle Spenden abgegeben werden. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass wir für alle betroffenen Bewohner des Hauses Spenden sammeln. Es sind fünf Einheiten betroffen und jeder darf hierherkommen und nehmen, was er braucht", betont Gerald Soest. Der leerstehende Laden wurde vom Eigentümer spontan zur Verfügung gestellt. „Wir lassen den Laden hier so lange, wie er gebraucht wird. Freunde und Bekannte der betroffenen Hausbewohner organisieren die Spendenannahmen und sortieren sie." „Wir benötigen vor allem Kindersachen in Größe 164, Schuhe in Größe 38, Spielzeug und Bücher für die Mädchen. Eben alles, was Mädchen so brauchen", ergänzte Carolin Himmelspach.

Auch finanzielle Unterstützung ist groß


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Astrid Löwe und Carolin Himmelspach sortieren die Spenden. Foto: Anke Donner




Bisher wurden schon zahlreiche Spenden abgegeben. Doch es werden nicht nur Sachspenden gebracht, auch finanziell werden die Betroffenen unterstützt. „Wir haben 1.500 Euro von einem privaten Spender bekommen. Zudem hat die katholische Kirche Wolfenbüttel die Kollekte vom Wochenende gespendet. Pfarrer Matthias Eggers hat eine Soforthilfe von 300 Euro für jede betroffene Partei zugesagt, die nicht von der Stadt Wolfenbüttel unterstützt worden ist", erklärt Gerald Soest. Benötigt wird alles - vom Pulli bis zum Sofa. „Wir haben schon viele Zusagen für Möbel bekommen. Es haben sich auch Bürger angeboten, bei den Renovierungsarbeiten zu unterstützen", freut sich Lennart-Maximilian Himmelspach. „Wir würden uns zudem über Wohnungsangebote freuen. Wir benötigen Zwei- und Dreizimmerwohnungen zwischen 50 und 70 Quadratmeter", ergänzt Gerald Soest.

Hilfe für alle


Die Helfer und Organisatoren möchten noch einmal ausdrücklich erwähnen, dass die Hilfe für alle Bewohner gilt. „Als die Aktion angelaufen ist, haben wir uns sehr auf Frau Noering konzentriert, da sie durch ihre Erkrankung sehr eingeschränkt ist und sich schlecht alleine versorgen kann. Wir wollten niemanden bevorzugen. Natürlich möchten wir, dass allen Bewohnern geholfen wird. Es ist eine hochschwangere Frau dabei und eine Frau mit zwei kleinen Kindern. Und auch die anderen Bewohner sollen selbstverständlich Hilfe bekommen", betont eine Freundin von Claudia Noering. Dieser Aufruf war einfach der Anfang von einer riesigen Welle der Hilfsbereitschaft, sind sich die Helfer einig.


Die Caritas hat ein Spendenkonto eingerichtet, damit auch Geldspenden möglich sind. Wichtig ist die Nennung des Stichwortes „kleine Kirchstrasse“. Bei Einzahlungen bis 200 Euro gilt bereits der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung. Bei Beträgen darüberhinaus muss unbedingt der Name und die Adresse mit angegeben werden. Dann wird eine Spendenquittung zugestellt.(Spendenkonto: Caritas Wolfenbüttel, Stichwort „kleine Kirchstrasse“, Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter eG, IBAN DE33 2709 2555 0102 3276 00,BIC GENODEF1WFV). Alle Spenden, die nicht für die Bewohner benötigt werden, werden weitergespendet.

Brandermittlungen laufen


Wie es zu dem Brand in dem historischen Gebäude gekommen ist, steht bislang noch nicht fest. Die Ermittlungen laufen, erklärt Polizei-Sprecher Frank Oppermann.

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