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Nach Judenhass in Westhagen - Stadt und Verbände beziehen Position



Nach Judenhass in Westhagen - Stadt und Verbände beziehen Position

Einer der Gründe für diese Positionierung gegen Antisemitismus seien Parolen, die an die Wände des Freizeit- und Bildungszentrums Westhagen geschmiert wurden.

Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs bezieht klar Stellung gegen Antisemitismus.
Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs bezieht klar Stellung gegen Antisemitismus. Foto: Archiv

Wolfsburg. Auf Initiative des Oberbürgermeisters Klaus Mohrs positionieren sich Vertreter der Stadt Wolfsburg, des Schulterschlusses und des Abrahamforums zur erneuten Eskalation des Nahost-Konfliktes und der daraus resultierenden bundesweiten Auswirkungen klar gegen Antisemitismus. In Wolfsburg ermittelt die Polizei aufgrund antisemitischer Parolen am Freizeit- und Bildungszentrum Westhagen wegen Volksverhetzung.



Oberbürgermeister Klaus Mohrs erklärt: "Dass antisemitische Parolen an die Wände geschmiert werden, verurteile ich auf Schärfste. Unabhängig von der Bewertung der Politik des Staates Israel dürfen Menschen jüdischen Glaubens nirgends tätlich angegriffen oder beleidigt werden. Solche Taten haben einen rechtsextremen antisemitischen Hintergrund und müssen strafrechtlich verfolgt werden." Auch der Schulterschluss Wolfsburg verurteilt die verschiedenen antisemitischen Gewaltausbrüche, Demonstrationen und Fahnenverbrennungen in deutschen Städten. Seit 15 Jahren setzt sich das Bündnis für Respekt, Toleranz und demokratischen Werte ein.

Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration und Sprecherin der Stadt für den Schulterschluss Wolfsburg: "Wir stellen uns entschieden gegen jegliche Form von Anfeindungen, Antisemitismus und Gewalt. Die Wolfsburger Stadtgesellschaft ist geprägt von einem friedlichen Zusammenleben aller Kulturen. Alle Beteiligten setzen sich dafür ein, dieses Miteinander nicht durch die unbedachten Handlungen einzelner beschädigen zu lassen. Wer Hassparolen schmiert, der begeht Straftaten, die verfolgt werden müssen." Matthias Disterheft, Geschäftsführer der IG Metall und Sprecher für den Schulterschluss Wolfsburg: "Nichts rechtfertigt weltweit die Bedrohung von Menschenleben durch Kriegshandlungen. Hass gegen Minderheiten – ganz gleich von wem – werden wir hier nicht zulassen."



Das Abrahamforum Wolfsburg vereint jüdische, christliche und islamische Gemeinden in Wolfsburg und setzt, anstelle von Gewalt und Ausgrenzung, auf die Begegnung der Religionsgemeinschaften. Dr. Ulrich Lincoln, Sprecher des Abrahamforums kommentiert:
"Für das Abrahamforum ist es wichtig, dass wir hier in Wolfsburg friedlich zusammenleben und uns für ein respektvolles Miteinander der Religionen starkmachen. Wir setzen uns dafür ein, dass Juden, Christen und Muslime vertrauensvoll zusammenarbeiten. Ich hoffe sehr, dass der Konflikt zwischen Israel und Palästina nicht übergreift und vertraue darauf, dass die Menschen vor Ort zur Deeskalation beitragen werden. Wir sind solidarisch mit den Opfern der Gewalt auf allen Seiten."


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