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Natur- und insektenfreundliche Gärten und Balkone: Wettbewerb endet mit 70 Teilnehmern



Wolfsburg

Natur- und insektenfreundliche Gärten und Balkone: Wettbewerb endet mit 70 Teilnehmern

Das Ziel des Wettbewerbs war es kreative Alternativen zu Schottergärten aufzuzeigen.

Wettbewerbsbeitrag von natur- und insektenfreundlichen Gärten und Balkone.
Wettbewerbsbeitrag von natur- und insektenfreundlichen Gärten und Balkone. Foto: Ute Meinecke-Barz

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Wolfsburg. Im Frühjahr dieses Jahres hatte das Agenda 21 Forum "Erhaltung der biologischen Vielfalt" in Zusammenarbeit mit der Stadt Wolfsburg den Wettbewerb "Natur- und insektenfreundliche Gärten und Balkone gesucht" gestartet. Jede und jeder, egal ob mit Garten, Vorgarten, Balkon oder einem anderen Stück Land, war eingeladen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Dem Agendaforum ging es insbesondere um kreative Alternativen zu den Schottergärten, die immer mehr zunehmen. Bis Ende August konnten Bilder von den eigenen Gärten oder Balkonen und den Lebensraumangeboten für Bienen, Schmetterlinge, Igel und Co. eingereicht und vorgestellt werden. Mehr als 70 Teilnehmende haben sich an dem Wettbewerb beteiligt. Dies berichtet die Stadt Wolfsburg in einer Pressemitteilung.



Hierzu hätten auch 67 Einzelpersonen beziehungsweise Familien, vier Schulen, eine Kindertagesstätte und ein Verein gezählt. "Ich bin begeistert, dass so viele herausragende Wettbewerbsbeiträge eingegangen sind", freut sich Michael Kühn, Naturschutzbeauftragter und Mitglied des Agendaforums. "Ob Schulklassen, Kindergarten, Balkon- oder die Besitzer von Gärten, alle Beiträge zeigen, dass es in Wolfsburg viele tolle Beispiele für naturnahe- und insektenfreundliche Gärten und Balkone gibt."

"Es ist phantastisch, dass der Wettbewerb trotz der diesjährigen Einschränkungen eine so gute Resonanz hatte", bekräftigt Manfred Wenst, ebenfalls Mitglied des Agendaforums und Mitarbeiter im Naturschutz-Zentrum Wolfsburg.


Zu den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen würden Bilder aus bunt blühenden (Vor-)Gärten mit Nahrung und Nistmöglichkeiten für Insekten gehören. Vielfältige Kleinstrukturen, wie Trockenmauer und Wasserstelle, seien ebenso präsentiert worden wie Angebote für Igel, Vögel und Wildbienen. Gärten und Balkone mit heimischen Blütenpflanzen, deren Blühphasen vom zeitigen Frühjahr bis zum Herbst reichen, wären ebenso vorgestellt worden wie Balkonbepflanzungen mit Kräutern und Wildblumen, die von den unterschiedlichsten Insekten besucht werden.

Das Agendaforum freue sich, dass die Stadt Wolfsburg es ermöglicht habe, allen Teilnehmern einen Preis zu überreichen. "Die vielen Wettbewerbsbeiträge zeigen das große Interesse an umwelt- und naturschutzrelevanten Themen in Wolfsburg", so Stadtrat Andreas Bauer. "Mit der bewussten Gestaltung eines naturfreundlichen Gartens kann jeder einen Beitrag zum Artenschutz, (Klein-)Klima und Wasserhaushalt leisten – so wie die Teilnehmer es getan haben. Dafür danke ich allen Teilnehmern." Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide: "Die im Wettbewerb vorgestellten Beiträge sind eine umweltgerechte Alternative zu den vielfach angelegten Schottergärten. Wir hoffen hiermit viele Garten- und Balkoneigentümer von dieser nachhaltigen Gestaltungform überzeugen zu können."

"Der Wettbewerb hat auch dazu beigetragen, dieses wichtige Thema ins Gespräch zu bringen und neue Maßnahmen zu initiieren", ist sich Dr. Horst Farny, Leiter des Umweltamtes, sicher. "Und nicht zu vergessen ist die eigene Freude an der bunten Vielfalt im Garten oder auf dem Balkon, an den Wildbienen und Schmetterlingen, den Gartenvögeln und Kleintieren", ergänzt Michael Kühn. Unsere Natur, insbesondere die heimische Tierwelt, braucht viele naturnahe Gärten, um auch in Zukunft überleben zu können. Die Teilnehmer an diesem Wettbewerb hätten gezeigt, dass die Natur bei ihnen eine Chance habe zu überleben. Alle, sowohl die Wettbewerbsorganisatoren als auch die Vertreter der Stadt hoffen, dass dieser Trend zu mehr Natur in unseren Gärten weiter wachse und die Wettbewerbsteilnehmer viele Nachahmer finden würden.


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