Neugeborenen-Reanimation: Wie handeln, wenn der Notfall eintritt?

13. Juni 2018
Martina Klimkewitz (links) und Thomas Metzner (2. v.r.) vom „Akutwerk – Training für Kindernotfälle“ aus Braunschweig, Matthias Buhles (2. v.l.), Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Sylvia Falke, Milupa Nutricia GmbH, begleiteten die Veranstaltung. Foto: Städtisches Klinikum Wolfenbüttel
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Wolfenbüttel. Zu einer Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Neugeborenen-Reanimation“ lud jüngst die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, unter Leitung von Chefarzt Matthias Buhles, in das Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums Wolfenbüttel ein.

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Rund 25 Teilnehmer, darunter unter anderem Anästhesisten, Hebammen und Kinderkrankenschwestern, nahmen an der interdisziplinären Veranstaltung teil. Eine Geburt ist für Eltern ein wunderschönes, kaum zu beschreibendes Erlebnis, berichtet das Städtische Klinikum Wolfenbüttel. Doch was passiert, wenn nach einer erfolgreichen Entbindung nicht alles nach Plan verläuft? Was für die frischgebackenen Eltern eine Horrorvorstellung darstellt, gehört auch für Mediziner nicht unbedingt zum Alltag. Wie sie in einem solchen Fall bestmöglich reagieren und was zu tun ist, sollte wirklich eine Reanimation nötig sein, erklärten die Experten Thomas Metzner und Martina Klimkewitz vom „Akutwerk – Training für Kindernotfälle“ aus Braunschweig.

„Oft ist es die Angst vor dem Ungewissen, die uns blockiert“, meint Thomas Metzner. Ein Neugeborenennotfall komme zwar selten vor, darauf vorbereitet müsse das Klinikpersonal selbstverständlich dennoch sein. So ging der Experte, der selbst auf 15 Jahre Berufserfahrung in diesem Bereich zurückblicken kann, in seinem Vortrag zunächst auf mögliche Komplikationen nach der Entbindung ein. Was passiert, wenn es nicht ausreicht, das Baby zu trocknen und zu wärmen? Wie erkenne ich einen Sauerstoffmangel? Wann ist eine Herzdruckmassage notwendig? Punkt für Punkt ging Thomas Metzner die Szenarien im aktiven Austausch mit den Teilnehmern durch. Dabei wies er auch auf die medizinischen Fortschritte im Bereich der Neugeborenen-Reanimation hin, gab wertvolle Tipps, die den Anwesenden im Fall der Fälle helfen sollen, Ruhe zu bewahren und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dazu gehörte unter anderem die richtige Wahl der Maske bei einer Beutel-Masken-Ventilation, die Möglichkeit der Venenfindung bei Neugeborenen oder aber auch die korrekte Durchführung einer Herzdruckmassage.

Letztere konnten die Teilnehmer im anschließenden praktischen Teil der Fortbildung an einem sogenannten Reanimationsbaby üben. Aufgeteilt in zwei Gruppen, spielten die Teilnehmer in interdisziplinären Teams unter anderem den Ablauf der Erstversorgung, das Legen eines venösen Zugangs und die richtige Beatmung durch. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch Sylvia Falke von der Firma Milupa Nutricia GmbH.

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