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Ökumenisches Podiumsgespräch: Reformation und nu?



Peine

Ökumenisches Podiumsgespräch: Reformation und nu?


Ulf Damm, Hendrik Rust, Dr. Volker Menke und Dr-Nicole Laskowski. Foto: Kirchenkreis Peine
Ulf Damm, Hendrik Rust, Dr. Volker Menke und Dr-Nicole Laskowski. Foto: Kirchenkreis Peine

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Peine. Zu einem ökumenischen Podiumsgespräch am Ende des 500. Jubiläumsjahres der Reformation trafen sich der katholische Pfarrer Hendrik Rust, der Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Dr. Volker Menke und der baptistische Pastor Ulf Damm in der Christuskirche am Rosenhagen.



Sie hatten sich Gedanken zum Thema „Reformation und nu?“ gemacht und beantworteten dazu Fragen, die Moderatorin Dr. Nicole Laskowski, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises, stellte.

Laut der Pressemitteilung des Kirchenkreises durfte zum Einstieg jeder berichten, was er an seiner kirchlichen Heimat schätzt. Die Antworten waren so unterschiedlich wie die Glaubensrichtungen. „Mir gefällt die freie Form unserer Gottesdienste“, sagte Pastor Damm. Pfarrer Rust hingegen lobte die uralte Liturgietradition der katholischen Kirche, die es ermöglicht, überall in der Welt Gottesdienste zu besuchen und zu verstehen. „Mir gefällt an der evangelisch-lutherischen Religion besonders der Geist der Freiheit, auch wenn diese oft schwer zu leben ist“, sagte der Superintendent.Bei allen Unterschieden waren sich die drei aber doch über eine sehr wichtige Gemeinsamkeit einig. „Wir haben einen Herrn und Gott“, bekräftigte Pastor Damm auf die Frage nach Gemeinsamkeiten.

Reformationstag als bundesweiter Feiertag?


Abschließend befassten sich die drei Diskutierenden noch mit der aktuellen Frage, ob der Reformationstag künftig immer bundesweiter Feiertag sein soll. Pastor Damm sprach sich eher für eine Wiedereinführung des Buß- und Bettages aus.
„Wenn wir das machen, haben einige Gegenden immer Ende Oktober langes Wochenende“, scherzte Pfarrer Rust mit Blick auf die katholisch geprägten Bundesländer, in denen am 1. November Allerheiligen als Feiertag gewürdigt wird. Er stellte die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, der Reformation an einem staatlichen Feiertag zu gedenken.

Im Anschluss an die Diskussion spielte Kirchenkreiskantor Christof Pannes am Flügel das Lied „Verleih uns Frieden gnädiglich“, das alle Gäste mitsangen. Bei Tee, kühlen Getränken und Gebäck gab es dann noch Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.


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