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Wolfsburg: Rentnerin lässt Trickbetrüger auflaufen



Rentnerin lässt Trickbetrüger auflaufen: Polizei nimmt Kurier fest

Die Senioren hatte den Betrügern vorgegaukelt das geforderte Geld zu bezahlen.

Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: Robert Braumann

Wolfsburg. Am vergangenen Donnerstagmittag erhielt die Seniorin einen Anruf, in dem ihr ein "Herr Schlüter" von der Staatsanwaltschaft mitteilte, dass bei einem durch ihre Tochter verursachten Verkehrsunfall eine Person ums Leben gekommen sei. Aktuell sei die Tochter beim Amtsgericht in psychologischer Betreuung. Es müssten sofort 15.000 Euro in Aachen eingezahlt werden, um einen Gefängnisaufenthalt zu verhindern. Die Seniorin wurde dann an eine "Kollegin" weitergeleitet, die die IBAN erfragte. Die Wolfsburgerin war bezüglich der Betrugsmaschen sensibilisiert, verständigte die Polizei und ließ die Betrüger in dem Glauben, dass sie den Aufforderungen folgen würde und das geforderte Geld bar bezahlen zu können. Dies berichtet die Polizei.



Im weiteren Verlauf sei der 83-Jährigen angekündigt worden, dass ein Kurier in der nächsten halben Stunde erscheinen werde, um das Geld abzuholen. Zusätzlich müsse sie ihm 800 Euro für die Fahrt nach Aachen geben. Als der Kurier den Umschlag in Empfang genommen hatte und in Richtung seines Fahrzeugs ging, hätten dort schon Polizeibeamte auf ihn gewartet. Nach erfolgter Personalienfeststellung sei der Mann aus dem Landkreis Gifhorn wieder entlassen worden. Die Ermittlungen dauern an. Durch das umsichtige Verhalten der Seniorin sei es zu keiner Geldübergabe gekommen.

Die Polizei warnt eindringlich davor, sensible Daten wie zum Beispiel Kontonummern und IBAN am Telefon mitzuteilen. Des Weiteren verlange weder die Staatsanwaltschaft noch die Polizei per Telefon eine Zahlung von Geld, um eine Person vor dem Gefängnis zu bewahren.


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