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Rettungskräfte auf Einsatzfahrt genötigt und beleidigt


Symbolfoto: Kai Baltzer
Symbolfoto: Kai Baltzer Foto: Kai Baltzer

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05.10.2017

Altenau. Zwei Rettungssanitäter wurden am vergangenen Dienstag bei einem Einsatz einem Opel-Fahrer behindert und mit Gesten beleidigt. Die Polizei ermittelt nun gegen den Fahrer.



Gegen 15.15 Uhr befanden sich nach Polizeiangaben zwei Rettungssanitäter mit ihrem Einsatzfahrzeug auf der B 498 aus Richtung Dammhaus kommend in Richtung Altenau. Sie hatten zunächst Einsatzhorn und Blaulicht eingeschaltet, da sie zu einem Notfall unterwegs waren. In Höhe Abschnitt 30, zwischen Station 1,2 und 1,0, kamen sie auf einen Verkehrsunfall zwischen einem Krad und einem Linienbus zu. Da zu vermuten war, dass es hier Verletzte gab, hielten die Sanis neben dem Bus auf der Gegenfahrbahn an. Zur Nachfrage schalteten sie lediglich das Einsatzhorn aus. Das Blaulicht blieb weiterhin an.

Der Opel-Fahrer zeigte den Rettungskräften gestenhaft einen Vogel


Als geklärt war, dass es keine Verletzte gab, wollten die Rettungskräfte ihre Fahrt fortsetzen. Dies war jedoch nicht möglich, da der Fahrer eines Opel Corsa, der sich auf der Gegenfahrbahn der Unfallstelle genähert hatte, keine Anstalten machte, sein Fahrzeug zurückzusetzen. Trotz entsprechender Gesten des Fahrers des Rettungswagens blieb er stehen und verlangte stattdessen seinerseits mittels Gesten, dass der Rettungswagen zurückfahren sollte. Erst nach einiger Zeit setzte er sein Fahrzeug versetzt vor den Bus zurück. Als der Fahrer des Rettungswagens nun anfuhr, fuhr der Fahrer des Opel Corsa ein Stück weit an, so dass der Sanitäter wieder bremsen musste. Gleichzeitig zeigte der Opel-Fahrer den Rettungskräften gestenhaft einen Vogel. Letztlich konnten die Rettungskräfte mit einiger Verzögerung die Einsatzfahrt fortsetzen.

Der Vorfall wurde von den Rettungskräften nach dem Notfalleinsatz bei der Polizei in Clausthal-Zellerfeld angezeigt. Die Ermittlungen hinsichtlich des Fahrers laufen.


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