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Seminar zur Selbstverteidigung für Feuerwehr Wolfenbüttel



Wolfenbüttel

Seminar zur Selbstverteidigung für Feuerwehr Wolfenbüttel


Fotos: Feuerwehr
Fotos: Feuerwehr

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Wolfenbüttel. Um sich vor künftigen Angriffen schützen zu können, bekamen 25 Kameraden der Feuerwehr Wolfenbüttel ein Training in Sachen Selbstverteidigung. Referiert hat „Wing Chun“-Lehrer Lothar Kniebel. Das berichtet die Feuerwehr Wolfenbüttel in ihrer Pressemitteilung.



Immer öfter wird in der heutigen Zeit von Übergriffen auf Rettungskräften und Feuerwehrleuten berichtet. In Vergangenheit gab es überwiegend verbale Angriffe auf Feuerwehrleute oder das Ignorieren von Absperrungen. Aber ist es wirklich notwendig das Einsatzkräfte sich mit Selbstverteidigung schützen müssen? „Ja“ meint der Gruppenführer Benjamin Müller-Bernhard, „ich nahm deshalb Kontakt zum gemeinnützigen Verein der Martail Arts Group e.V. Wolfenbüttel auf, um ein Selbstverteidigungs-Seminar in der Feuerwache zu organisieren“.

Der „Wing Chun“-Lehrer Lothar Kniebel referierte drei Stunden bei den rund 25 Feuerwehrleuten der Gruppen 1/1 und 1/2 der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel, die Teilnehmer schilderten problematische Situation während ihrer Einsätze und erarbeiteten mit Kniebel Lösungen – „humane Lösungen“ wie der Lehrer hinzufügt. „Für mich eine tolle Erfahrung aber auch eine große Herausforderung“ berichtet er weiter. „Obwohl ich mich lange auf dieses Seminar vorbereitet habe, sind Situationen mit Atemschutz und Angriffe auf die Feuerwehrleute in ihrer Ausrüstung nicht alltäglich. Natürlich wissen wir, wie effektiv das Wing Chun System ist. Das wir aber so schnell Lösungen finden, die - trotz der schweren Ausrüstung der Einsatzkräfte - möglich sind, war selbst für mich sehr erfreulich. Die Handgriffe waren bei den An- und Übergriffen ohne große Verletzungsgefahr für beide Seiten möglich“ bilanziert Lothar Kniebel.

Abwehr von Reißen und Ziehen an der Ausrüstung


Die Grundstellungen vor den Angreifern und zahlreiche Grifflösetechniken aus verschiedenen Positionen wurden während des Abends erlernt, das Reißen an der Atemschutzmaske oder Ziehen an den Atemschutzgeräten mit sanften Mittel verhindert. Diese Übungen sorgten laut Pressemitteilung bei den Feuerwehrleuten für Begeisterung - und geben ihnen Sicherheit für zukünftige Einsätze. „Genau danach haben wir gesucht. Wir möchten unsere Arbeit machen und haben hierbei sicherlich keine Zeit uns in Schlägereien zu verwickeln“, erklärt Müller-Bernhard. „Die Empfehlung, uns an die Martial Arts Group e.V. zu wenden, war für uns alle der richtige Schritt. Wir haben heute in Sachen Selbstverteidigung ein sensationelles, methodisches und didaktisches Seminar erlebt“ ergänzt er und fügt hinzu „mit einem tollen Referenten, der - von erster Minute an - unsere Probleme erkannt hat. Für unsere Feuerwehr sicherlich nicht das letzte Seminar dieser Art“, ergänzt der Gruppenführer. Zum Ende des Lehrgangs konnten die Teilnehmer der Feuerwehr ihre erlernten Techniken gleich in einem Training anwenden. Besonders die Tatsache, dass die Martial Arts Group e.V. das Seminar kostenlos bei der Feuerwehr durchführte, gelte es seitens der Feuerwehr hervorzuheben. „Hierfür noch ein „Dankeschön“ von den Gruppen 1/1 und 1/2 der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel", heißt es in der Pressemitteilung.

Feuerwehrarbeit erlebt


Der „Headinstructor“ der „Martial Arts Group e.V.“ konnte dann sogar noch richtig Feuerwehrluft schnuppern, er durfte mit zu einem Löscheinsatz in Wolfenbüttel ausrücken.

Bilanz des Vereins


„Für mich war es heute ein absolutes Highlight. Ich habe tolle Menschen kennengelernt, die in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit ihr Leben riskieren, um zu helfen. Ohne Wenn und Aber. Das wir hier als Wolfenbütteler Verein und Schule für Selbstverteidigung und Sicherheit bestmöglich unterstützen und fördern ist einfach eine Selbstverständlichkeit“, lautet die Bilanz des „Headinstructors“ der „Martial Arts Group e.V.“, Lothar Kniebel. „Es ist mir heute zum wiederholten Male klar geworden, dass sich die Zeiten für Rettungsdienste, wie zum Beispiel das DRK, Feuerwehr und auch die Polizei geändert haben. Schön reden war gestern, wir müssen handeln. Schnell, direkt und effektiv, das ist unser aller Pflicht“, gibt er abschließend noch zu bedenken.

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