Wolfenbüttel

Sexuelle Gewalt: Gleichstellungsbeauftragte lädt Opfer zum Schreiben ein

Im November sollen die Erfahrungsberichte in einem Buch veröffentlicht werden.

So könnte das Cover des Buches aussehen.
So könnte das Cover des Buches aussehen. Foto: Stadt Wolfenbüttel

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14.01.2021

Wolfenbüttel. Sexualisierte Gewalt hat viele Facetten: Körperliche, sexuelle, psychische und wirtschaftliche Schäden können die Folgen sein. Viele Menschen haben in ihrem Leben schon einmal Erfahrungen machen müssen, die auf die sexuelle Identität zurückzuführen waren. Wolfenbüttels Gleichstellungsbeauftragte Simone Reese möchte Betroffene einladen, die eigenen Erlebnisse in einem gemeinsamen Buch festzuhalten. Das teilt die Stadt Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung mit.



„Schreiben Sie Ihre wahre Geschichte: Etwas, dass Sie erlebt haben, etwas, dass Sie vielleicht geprägt und/oder bewegt hat. Ihre geschlechtsspezifische Gewalt-Geschichte werden viele Menschen lesen. Womöglich lädt Ihr Bericht zum Nachdenken an“, so Simone Reese. Möglich sind maximal 5.400 Zeichen. Der Text soll als Word-Datei an die Gleichstellungsbeauftragte geschickt werden, damit er für das Buch angepasst werden kann. Die Veröffentlichung der Geschichten erfolgt anonym. Lediglich die Angabe der sexuellen Identität und das derzeitige Alter werden sich in dem Buch wiederfinden.

Keinerlei therapeutische Ansätze


Das Buch soll am 25. November 2021 erscheinen – wenn sich der „Tag gegen Gewalt“ an Frauen jährt. „Bitte bedenken Sie, dass mit dem Schreiben und der Veröffentlichung Emotionen in Ihnen ausgelöst werden könnten. Das Angebot verfolgt dabei keinerlei therapeutische Ansätze“, so Simone Reese.

Die Geschichte kann bis zum 18. Juli 2021 an gleichstellungsbeauftragte@wolfenbuettel.de geschickt werden. Für Fragen steht Simone Reese unter der Telefonnummer 05331 86-399 zur Verfügung.


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