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Sind mehrgeschossige Holzgebäude brandgefährlich? TU startet Versuchsreihe

Die TU Braunschweig untersucht Sicherheit von Holzbauten in Großbrandversuchen. Ziel des Forschungsvorhabens sei es zu zeigen, dass Holzgebäude genauso brandsicher wie massive Gebäude konstruiert werden können.

 In Großbrandversuchen wird untersucht, ob mehrgeschossige Holzgebäude auch bei Feuer genauso sicher sind wie Gebäude aus Stahlbeton.
In Großbrandversuchen wird untersucht, ob mehrgeschossige Holzgebäude auch bei Feuer genauso sicher sind wie Gebäude aus Stahlbeton. Foto: iBMB/TU Braunschweig

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14.01.2021

Braunschweig. Gebäude aus Holz liegen im Trend. Der nachwachsende Baustoff ist leicht, tragfähig, lässt sich vielfältig bearbeiten und verursacht bedeutend weniger Emissionen als anderes Baumaterial. Inzwischen entstehen bereits Holzhochhäuser, zum Beispiel in Hamburg, Berlin und Wien. Doch was passiert bei einem Hausbrand? Ein Forschungsteam unter Beteiligung der Technischen Universität Braunschweig will nun zeigen, dass mehrgeschossige Holzgebäude auch bei Feuer genauso sicher sind wie Gebäude aus Stahlbeton.



Obwohl die Nachfrage für Gebäude aus Holz steigt, gibt es in Deutschland noch kein detailliertes Regelwerk für die genaue brandschutztechnische Umsetzung der Bauten. Forscherinnen und Forscher der TU München, der TU Braunschweig, der Hochschule Magdeburg-Stendal und des Instituts für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge arbeiten im Projekt TIMpuls an einem solchen Regelwerk.

Großbrände werden simuliert


„Ziel des Forschungsvorhabens ist es zu zeigen, dass Holzgebäude genauso brandsicher wie massive Gebäude konstruiert werden können“, sagt Professor Jochen Zehfuß, Leiter des Fachgebiets Brandschutz am Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (iBMB) der TU Braunschweig. Dafür werden zum Ende des Projekts auf dem Freigelände des Forschungscampus Garching der TU München im Januar und Februar 2021 Großbrandversuche durchgeführt.

Für die Versuche werden verschiedene Holzbauten im Maßstab 1 zu 1 in Brand gesetzt. „In den Versuchen werden Wohnungen mit einer realen Brandlast simuliert“, erklärt Sven Brunkhorst, wissenschaftlicher Mitarbeiter am iBMB. Sind diese Brandlasten verbrannt, sollte das Feuer bestenfalls von alleine ausgehen – ohne dass der Brand auf das Gebäude selbst übergreift.

An der TU Braunschweig wurden zuvor umfangreiche Klein- und Großversuche sowie numerische Untersuchungen durchgeführt, auf deren Grundlage die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Bauteile für die abschließenden realmaßstäblichen Versuche festgelegt haben. Bei den Großbrandversuchen in Garching sind die Braunschweiger Forschenden unter anderem für Temperaturmessungen verantwortlich.

In die wissenschaftlichen Versuche bezieht das Forschungsteam auch die Feuerwehr ein, die die Möglichkeiten der Brandbekämpfung in einem mehrgeschossigen Holzgebäude analysieren wird.


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