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SPD für die Verlegung des Fundaments des KZ Laagbergs



Wolfsburg

SPD für die Verlegung des Fundaments des KZ Laagbergs


Mitte-West - Ortsbürgermeister Matthias Presia und Iris Schubert, kulturpolitische Sprecherin der SPD, sprechen sich für die Verlegung der Fundstücke aus. Foto: Christoph Böttchr / SPD
Mitte-West - Ortsbürgermeister Matthias Presia und Iris Schubert, kulturpolitische Sprecherin der SPD, sprechen sich für die Verlegung der Fundstücke aus. Foto: Christoph Böttchr / SPD Foto: Christoph Böttcher / SPD

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Wolfsburg. Wenn die Mitglieder des Kulturausschusses am heutigen Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammen kommen, werden die Sozialdemokraten sich für die Verlegung der Überreste des KZ-Laagbergs aussprechen.



„Es geht den Mitgliedern der SPD-Ratsfraktion vor allem um den respektvollem Umgang mit der Historie“, betont Iris Schubert, kulturpolitische SPD-Sprecherin, in der Diskussion um die Gedenkstätte und den Bildungsort auf dem Gelände des Außenlagers Laagberg des KZ Neuengamme. Schubert: „Wir möchten, dass ein Lern- und Gedenkort geschaffen wird, der dem Gedenken einerseits und der Aufklärung und der Erklärung der historischen Fakten andererseits dient.“

Hintergrund: Die unterschiedlichen Erhaltungszustände der Fundamente, die zwischen dem Schlesierweg und der Breslauer Straße gefunden wurden, erfordern aus Sicht der Bodendenkmalpflege ein schnelles Handeln. So sollen Teile der Fundamente, die nicht an Ort und Stelle erhalten werden können, fachgerecht abgebaut, sachgerecht zwischengelagert und später in der neu gestalteten Gedenkstätte offen zugänglich präsentiert werden.


„Wir müssen jetzt zügig handeln, damit die Fundamente der Nachwelt erhalten bleiben“, findet auch Mitte-West- Ortsbürgermeister Matthias Presia (SPD). Denn auf Grund der mageren Beschaffenheit des damaligen Betons ist es praktisch ausgeschlossen, auch nur einzelne Fundamente offen zu erhalten beziehungsweise unter einer Glasplatte sichtbar zu machen. Presia: „Die Gefahr der Bildung zersetzender Algen, Moos und Mikroorganismen wäre dabei zu groß. Eine starke Versandung der Fundamente und damit einhergehend die Zersetzung der Originalfläche wären die Folge. Das müssen wir verhindern.“

Der Ortsbürgermeister schlägt vor, da der neu zu schaffende Gedenkort nicht mit dem Fundort übereinstimmt, diesen angemessen zu kennzeichnen, zum Beispiel durch das Aufstellen einer Stele sowie von Infotafeln.


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