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Flüthmann: "Wir werden versuchen, unsere Stärken umzusetzen"


Flüthmann: "Wir werden versuchen, unsere Stärken umzusetzen"

von Frank Vollmer


Eintracht-Trainer Christian Flüthmann warnt vor dem FC Ingolstadt: "Sie wollen den Gegner stressen mit langen Bällen!" Foto: Agentur Hübner/Grafik: Vollmer /Quelle Statistiken: wyscout.com
Eintracht-Trainer Christian Flüthmann warnt vor dem FC Ingolstadt: "Sie wollen den Gegner stressen mit langen Bällen!" Foto: Agentur Hübner/Grafik: Vollmer /Quelle Statistiken: wyscout.com Foto: Agentur Hübner/Grafik: Vollmer

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Braunschweig. Am Samstag (14.00) empfängt Eintracht Braunschweig im Rahmen des 14. Spieltages den FC Ingolstadt. Die zuletzt wiedererstarkten Schanzer empfehlen sich für höhere Aufgaben. Nicht nur Eintracht-Coach Christian Flüthmann spricht deshalb von einem "Topspiel".

"Nkansah eine Alternative"


In den letzten Wochenhatte Steffen Nkansah seinen Stammplatz in der Innenverteidigung an Robin Becker und Robin Ziegele verloren. Nach der 5. Gelben Karte für Becker drängt Nkansah nun gegen den FCIwieder in die Startelf. „Er wäre eine Alternative“, sagt Christian Flüthmann am Freitag in der Pressekonferenz und fügt an: „Steffen hat gut trainiert und ich bin mir sicher, dass er seine Leistung bringt, wenn er spielt."

Ein Indiz dafür dürfte die Einwechslung des 23-Jährigen beim Auswärtsspiel in Aspach gewesen sein. Rein von den Zahlen her spricht ohnehin einiges für Nkansah, der nach Pässen (87,8 Prozent/Zweikämpfe: 67,1Prozent gewonnen)knapp die Nase vor seinen Teamkollegen Becker (82,9% / 68.8%) und Robin Ziegele (77,7% / 66,2%) hat. Letzterer lief Nkansah zuletzt den Rang als Stammspieler ab und präsentiert sich derzeit in derart bestechender Form, dass sogar Bundesligist Fortuna Düsseldorf seine Fühler schon ausgestreckt haben soll (wir berichteten).

Neben der Becker-Sperre in der Defensive kann Christian Flüthmann personell aus dem vollen Schöpfen. Bis auf die Langzeitverletzten Bernd Nehrig, Stephan Fürstner und Marcel Engelhardt sind alle Spieler mit dabei. Hinzu kommt, dass in Aspach auch die Offensive der Blau-Gelben wieder stach. „Die Stimmung war nach dem Sieg sehr gut, was man auf der Rückfahrt schon gemerkt hat“,verrät Flüthmann und spricht trotz des einen Tages weniger von einer guten Trainingswoche. Aber: „Der Erfolg in Aspach war aber auch ein hartes Stück Arbeit."


Becker und Ziegele sind vorbeigezogen. "Der Spieler muss eine Reaktion zeigen",fordert Flüthmann von Steffen Nkansah. Foto:


Topspiel gegen Ingolstadt


Ein ähnlich hartesStück Arbeit erwartet die Löwen auch am Samstag. Zweitligaabsteiger Ingolstadt ist seit vier Spielen ungeschlagen, holte in diesem Zeitraum 8 Zähler und erzielte 9 eigene Tore. Blendend aufgelegt ist dort derzeit vor allem Youngster Fatih Kaya (19), der nach seinem Wechsel auf die Flügel dreimal getroffen hat, zuletzt beim 3:2 gegen Münster als Joker. Bester Torschütze der Schanzer ist jedoch Mannschaftskapitän Stefan Kutschke. Der 30 Jahre alte Angeifer steht bei 6 Toren von denen drei allerdings Elfmeter waren.

Für Christian Flüthmann ist die kommende Partie nicht nur deshalb ein „Topspiel“: „Wenn man sieht, was Ingolstadt für Ambitionen hat als Absteiger“, erinnert der 37-Jährige. Die Mannschaft von Trainer Jeff Saibene spielt vorwiegend im 4-4-2 und das mit „einer gewissen Wucht“,so Flüthmann. „Sie agieren mit Flankensituationen, sind sehr erfahren und spielen ihren Stiefel ruhig runter.“ Und: „Sie wollen den Gegner stressen mit langen Bällen."

Jeff Saibene jedenfalls weiß, wie man Eintracht Braunschweig richtig ärgern kann. Als Cheftrainer von Arminia Bielefeld verdarb der 51-Jährige den Löwenbeim 6:0 auf der Alm im Mai 2017 mutmaßlich den direkten Aufstieg in die Bundesliga (wir berichteten).


Pünktlich vor dem Kräftemessen mit Ingolstadt wieder da: Die Braunschweiger Offensive. Foto: Agentur Hübner/Archiv


"Bälle festmachen, Räume bespielen"


Sein System will Flüthmann nicht großartig ändern, auch wenn der zuletzt eher flügellastige Spielstil der Eintracht dem Gegner mit seinen langenKerlen in der Defensive eher entgegenkommt: „Wir werden versuchen, unsere Stärken umzusetzen“, kündigter dagegen an. Dazu wird es notwendig sein, „den Gegner zu bespielen“ und mit Flachpässen zu agieren. Orhan Ademi wäre hier ein Kandidat für die Startelf. „Ruhe und Ballkontrolle“ mahnt Flüthmann für diese kommende Aufgabe an. „Wir müssen die Bälle festmachen und nachrücken, dann ergeben sich auch Torchancen!“

Mit Ademi, Marc Pfitzner und Benny Kessel sind im aktuellen Kader der Löwen drei Spieler, die sich noch gut an den 26. April 2013 erinnern können. Damals erzielte Damir Vrancic in der 90. Spielminute den entscheidenden Treffer zum Aufstieg in die Bundesliga beim FCI und avancierte damit zum Fußballgott für alle, die es mit Blau und Gelb halten. „Von Kopf her kann diese Erinnerung gut sein“,freut sich Flüthmann, der das Thema in der Kabine gar nicht erst von sich aus ansprechen musste. Individuelle Freistöße hat man bei Eintracht Braunschweig unter der Woche dennoch eingestreut, auch wenn Flüthmann betont, dass dies komplett unabhängig vomkommenden Spielgeschah. Aber man kann ja nie wissen …


Am Freitag, 26. April 2013, wurde Damir Vrancic (Bildmitte) in Ingolstadt per Freistoß zum Fußballgott. Foto. Agentur Hübner Foto:


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