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Stadtarchiv übernimmt historische Unterlagen der Stederdorfer SPD



Peine

Stadtarchiv übernimmt historische Unterlagen der Stederdorfer SPD

Stadtarchivar Dr. Andreas Kulhawy freut sich über einen der neusten Zugänge im städtischen Archiv.

Stadtarchivar Dr. Andreas Kulhawy und Wolfgang Rösemann.
Stadtarchivar Dr. Andreas Kulhawy und Wolfgang Rösemann. Foto: Stadt Peine.

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Peine. Archive seien traditionell Gedächtnisse der Verwaltung aber heute auch ganz allgemein historischer Erinnerungsspeicher einer Gesellschaft. Damit sie diese Aufgabe aber erfüllen können, bedürfen sie nicht nur der regelmäßigen Abgabe von Verwaltungsakten, sondern auch des Angebots von Privatleuten, Firmen, Parteien und Vereinen. Dies kann sowohl als Schenkung als auch als Dauerleihgabe geschehen, berichtet die Stadt Peine.



„Große oder kleinere Abgaben von Schriftstücken oder auch Fotos kommen immer mal wieder vor. Leider aber höre ich viel zu oft auch von der Entsorgung alter Unterlagen, ohne dem Archiv wenigstens die Chance einer Bewertung zu geben, ob es sich um historisch wertvolle Zeugnisse oder wirklich nur um ‚alten Kram‘ handelt“, schildert Stadtarchivar Dr. Andreas Kulhawy. Daher sei er besonders erfreut über einen der neusten Zugänge im städtischen Archiv.

Wolfgang Rösemann als Vertreter der Stederdorfer SPD, ergänzte den Fundus stadtgeschichtlicher Unterlagen durch eine Reihe von Akten sowie ein historisches, über 100 Jahre altes Protokollbuch und erklärt: „Ich bin stolz darauf, dass die seit Gründung des Stederdorfer Ortsvereins vorhandenen SPD-Parteidokumente das Interesse des Stadtarchivars gefunden haben, dort verwahrt und professionell ausgewertet werden.“



Stadtarchivar Dr. Kulhawy dazu: „Ich freue mich außerordentlich, dieses spannende Zeitdokument aus den Jahren der Weimarer Republik (1918–1933) bald auch der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können. Ganz sicher sind hier spannende neue Hintergründe zur Peiner Geschichte zu erfahren und eben nicht nur ‚parteipolitische Details. Allein schon die Tatsache, dass das letzte Protokoll am 9. Februar 1933 geschrieben wurde und eine Fortsetzung des Protokollbuchs erst am 9. November 1945 erfolgte, sagt viel über die damalige Zeit!“

Bevor die Unterlagen nun aber von den Peinerinnen und Peinern eingesehen werden können, müssen sie erst einmal gesichtet und für die dauerhafte Lagerung im Archiv aufbereitet werden. „Auch eine datenschutzrechtliche Bewertung neuerer Unterlagen ist heutzutage hinsichtlich ihres öffentlichen Zugangs unerlässlich“, erläutert Dr. Kulhawy abschließend.

Sollten auch Sie über stadthistorisch möglicherweise interessante Unterlagen verfügen, können Sie sich im Stadtarchiv telefonisch unter 0 51 71/ 4 95 38 oder per Email an stadtarchiv@stadt-peine.de melden.


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