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Stadtwerke Wolfenbüttel: Gaspreise steigen deutlich an



Wolfenbüttel

Stadtwerke Wolfenbüttel: Gaspreise steigen deutlich an

Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden bedeuten die neuen Erdgaspreise im Tarif WF-eco Gas Mehrkosten von 196,50 Euro brutto pro Jahr.

von Marvin König


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: pixabay

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Wolfenbüttel. Die Stadtwerke Wolfenbüttel heben zum 1. Januar 2022 die Gaspreise an. Im Tarif Wf-ecoGas bedeutet das laut einer Pressemitteilung des Energieversorgers bei einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden Mehrkosten von 196,50 Euro im Jahr. Die Stadtwerke heben aber auch hervor, dass der rechtzeitige Einkauf höheren Preissteigerungen in Wolfenbüttel vorgebeugt habe.



Im Tarif WF-startGas steigt der Preis für Verbräuche bis 3.608 Kilowattstunden im Jahr von 7,75 cent auf 9,06 Cent. Bei Verbräuchen über 3.609 Kilowattstunden steigert sich der Preis von 6,72 auf 8,03 Cent. Im Tarif WF-ecoGas steigert sich der Preis bei kleinen Verbräuchen von 7,55 Cent auf 8,86 Cent, bei Verbräuchen ab 3.609 Kilowattstunden von 6,62 auf 7,93 Cent.

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„So eine Entwicklung habe ich noch nie zuvor erlebt. In nur wenigen Monaten hat sich der Großhandelspreis für Erdgas vervielfacht und ist auf einem Allzeithoch“, erläutert Vera Steiner, kaufmännische Geschäftsführerin der Stadtwerke Wolfenbüttel. „Bei dieser turbulenten Entwicklung profitieren unsere Kundinnen und Kunden von unserer langfristigen Beschaffungsstrategie. Unsere Einkäufer beginnen schon Jahre vor dem Liefertermin, Gas in Tranchen einzukaufen“, erläutert sie und ergänzt: „Das mildert das Risiko von hohen Preissprüngen und sichert gleichzeitig eine zuverlässige Versorgung.“ Die Stadtwerke könnten dadurch die immensen Preissteigerungen bei Gas so teilweise abfangen, wenn auch nicht ganz vermeiden.

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„Als regionaler Energiepartner ist es uns wichtig, unsere Kundinnen und Kunden stets möglichst günstig mit Energie zu beliefern“, betont die Geschäftsführerin und fügt an: „Unsere Energieberater helfen unseren Kundinnen und Kunden auch konkret, wie sie mit weniger Energie auskommen und es trotzdem gemütlich warm haben.“

Warum die Preise steigen


„Die Gründe für die rasanten und massiven Preissteigerungen sind vielfältig und befördern sich teilweise gegenseitig“, sagt Vera Steiner. Die Konjunktur erholt sich nach Corona fast überall auf der Welt gleichzeitig. Das hat die Nachfrage nach Rohstoffen nicht nur verstärkt, sondern auch zu einer Verknappung bestimmter Güter geführt. Hinzu kommen witterungsbedingte Faktoren wie der vergangene lange Winter, und damit verbunden ist die Tatsache, dass Gasspeicher noch nicht wieder voll gefüllt sind sowie dem Ausbleiben der Flüssiggas-Lieferungen aufgrund des Ernergiebedarfs im asiatischen Markt. Zudem war der Wind in diesem Jahr vergleichsweise flau, was wiederum Auswirkungen auf die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hatte. Das wiederum führte zu einer erhöhten Gas- und Ölnachfrage für konventionelle Kraftwerke. Die steigenden Preise für CO2-Emissionszertifikate und die gedrosselten Exportmengen mancher Länder – beispielsweise Norwegen – tun ihr Übriges.


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