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Niedersachsen startet ins Szenario B - 45 Prozent der Lehrkräfte erstgeimpft



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Start ins Szenario B - Schon 45 Prozent aller Lehrkräfte erstgeimpft

Durch Schnelltests konnten an den Schulen in der dritten Testwoche 400 Infektionen isoliert werden.

(Symbolbild)
(Symbolbild) Foto: pixabay

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Niedersachsen. Mehr als 3.000 von rund 3.200 Schulen haben Ergebnisse zur dritten Testwoche an das Niedersächsische Kultusministerium gegeben. Rund 1,2 Millionen Testkits wurden an Schülerinnen und Schüler ausgegeben, sowie mehr als 242.000 Testkits an Schulbeschäftigte. Insgesamt habe man 400 Infektionen isolieren können, so das Niedersächsische Kultusministerium in einer Pressemitteilung. Das sind 200 Infektionen weniger als in der Vorwoche. Darüber hinaus hätten bereits 45 Prozent aller Lehrkräfte ihre Erstimpfung erhalten. Laut Kultusminister Tonne seien das gute Rahmenbedingungen für den Start ins Szenario B in der kommenden Woche.



Bei Schülerinnen und Schülern wurden bei der regelmäßigen Testung 650 positive Selbsttest-Ergebnisse ermittelt, von welchen 342 in der PCR-Nachtestung auch bestätigt wurden. 146 positive Selbsttestungen Schulbeschäftigter wurden in 35 Fällen durch PCR-Tests bestätigt.
Zudem wurden rund 23.100 anlassbezogene Testungen bei Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Von diesen Testungen erwiesen sich 31 als positiv, hiervon wurden 26 über PCR-Tests bestätigt. Bei Schulbeschäftigten erfolgten rund 11.000 Testungen, neun Schnelltests waren positiv, sieben davon konnten mittels PCR-Abstrich bestätigt werden.


Bisher ausgeliefert wurden fast zwölf Millionen Testkits, in den Schulen noch vorrätig sind noch mehr als 5,6 Millionen Selbsttests. Die Belieferung der Schulen mit zwei wöchentlichen Tests pro Schülerin oder Schüler sowie für die Schulbeschäftigten bereits in der Vorwoche sei damit sichergestellt.

"Gute Rahmenbedingungen für Start ins Szenario B"


Darüber hinaus haben aktuell bereits 45 Prozent aller Lehrkräfte eine Erstimpfung erhalten. Von den Grundschullehrkräften sind 87 Prozent Erstgeimpft, bei den Förderschullehrkräften sind es 72 Prozent. Kultusminister Grant Hendrik Tonne kommentiert: „Beim Testen und beim Impfen geht es gut voran. Mit der Selbstteststrategie haben wir gut 400 Infektionen entdeckt, das Verfahren spielt sich immer mehr ein und wird zur Routine. Zudem sind die Impffortschritte bei den Lehrkräften ebenso unübersehbar wie erfreulich. Das sind gute Rahmenbedingungen für einen sicheren Start ins Szenario B am kommenden Montag für die allermeisten Schülerinnen und Schüler. Alle bewährten Sicherheits- und Hygienemaßnahmen bleiben bestehen." Aktuell befinden sich nur Grundschulen, Förderschulen und Abschlussklassen im Wechselunterricht, es sei denn der Inzidenzwert einer Kommune liegt seit fünf Tagen stabil unter 100. Bei einer Inzidenz über 100 galt für die meisten Schulformen bislang Szenario C. Der Inzidenzwert für Szenario B wird in der kommenden Woche auf 165 angehoben.

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Keine Arbeiten in der ersten Woche


Dabei gelte es den Fokus eindeutig aufs Ankommen und Gewöhnen zu richten. "Viele Kinder und Jugendliche waren monatelang nicht in der Schule. Das wird angemessen berücksichtigt, daher werden in der ersten Woche nach Rückkehr aus dem Distanzlernen im Szenario C zum Beispiel keine schriftlichen Arbeiten geschrieben. Das haben wir den Schulen gegenüber noch einmal klar per Erlass kommuniziert."

Tonne sei überzeugt, dass die große Mehrheit der Schülerinnen und Schüler sich sehr auf Montag freue: "Ebenso dürfte es bei den Lehrkräften sein. Zudem gibt es große Erleichterung bei den Eltern. Ich wünsche allen einen guten Start in den Wechselunterricht. Ich bin zuversichtlich, dass der Start glücken wird."

Zu früh für Szenario A


Für Debatten über vollen Präsenzunterricht in Szenario A sei es nach Ansicht des Kultusministers derweil noch zu früh. "Wir alle wünschen uns das, auch ich persönlich. Allerdings müssen wir erstmal trittsicher im Szenario B sein. Diese Stabilität ist wichtig. Dessen unbenommen arbeiten wir an Plänen, bei weiter sinkenden Inzidenzen perspektivisch noch mehr Präsenzunterricht zu ermöglichen", so Tonne abschließend.


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