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Stromtrasse Wahle-Mecklar: Erster Spatenstich ist erfolgt



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Stromtrasse Wahle-Mecklar: Erster Spatenstich ist erfolgt


Am gestrigen Dienstag erfolgte der Baubeginn bei Einbeck. Foto: Tennet
Am gestrigen Dienstag erfolgte der Baubeginn bei Einbeck. Foto: Tennet

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Einbeck/Vechelde. Am gestrigen Dienstag fiel der erste Spatenstich für die Grünstromleitung Wahle-Mecklar


Die rund 230 Kilometer lange Nord-Süd-Verbindung zwischen Niedersachsen und Hessen ist ein wichtiger Eckpfeiler des Energiewende-Netzes. Dies gab die TenneT in einer Pressemitteilung bekannt.

Mit dem Baubeginn im niedersächsischen Einbeck habeder Übertragungsnetzbetreiber nach eigenen Angaben innerhalb weniger Monate nun drei große Leitungsprojekte in Niedersachsen im Bau. Alle drei Leitungen sind nach Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) Pilotprojekte zum Einsatz für Drehstrom-Erdkabel und werden gleichermaßen Offhore- und Onshore-Windstrom von Norden in den verbrauchsstarken Westen und Süden Deutschlands transportieren. „Wir bringen den Netzausbau in Niedersachsen voran“, sagt Lex Hartman Mitglied der TenneT-Geschäftsführung und betont weiter: „Mit Baubeginn der Nord-Süd-Verbindung Wahle-Mecklar realisiert TenneT in Niedersachsen und Hessen aktuell Projekte mit einer Gesamtlänge von mehr als 300 Kilometern und wird in Niedersachsen bei allen drei Leitungen abschnittsweise Erdkabel einsetzen.“


Der Baustart für Wahle-Mecklar erfolgt südlich von Einbeck im rund 50 Kilometer langen Leitungsabschnitt zwischen den Umspannwerken Lamspringe und Hardegsen. Hierfür hatte TenneT Anfang Dezember den Planfeststellungsbeschluss erhalten. Um Rücksicht auf örtliche Besonderheiten wie beispielsweise Erntezeiten nehmen zu können und um den Bau zu beschleunigen, gibt es mehrere Baulose. Voraussichtlich im Mai wird der erste Mast fertig gestellt. Die gesamte Leitung soll bis Ende 2021 in Betrieb gehen.

Abschnitt Wahle und Lamspringe noch im Planfeststellungsverfahren


Mit einer Spannung von 380 Kilovolt wird die geplante Höchstspannungsleitung Wahle in Niedersachsen mit Mecklar in der Gemeinde Ludwigsau in Nordhessen verbinden. Energieknotenpunkte sind dabei die Umspannwerke an den Endpunkten der Leitung sowie in Lamspringe und Hardegsen. Dort wird die Energie in die Regionen verteilt oder bei Bedarf aus den Regionen abtransportiert. Die rund 230 Kilometer lange Leitung erhöht außerdem die Übertragungskapazität für Windenergie in der Nord-Süd-Achse und gewährleistet auch in Zukunft die Versorgungssicherheit und Netzstabilität in Niedersachsen und Nordhessen. Der vordringliche Bedarf für diese Leitung wurde 2009 im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) festgestellt.

Das Gesamtprojekt Wahle-Mecklar wird in vier Einzelverfahren beantragt. Bisher erhielt TenneT Planfeststellungsbeschlüsse und damit Baurecht für die Abschnitte B (Umspannwerk Lamspringe - Umspannwerk Hardegsen) und D (Niedersächsisch-hessische Landesgrenze - Umspannwerk Mecklar) der Wahle-Mecklar-Leitung.

Die Leitungsabschnitte A (Umspannwerk Wahle - Umspannwerk Lamspringe) und C (Umspannwerk Hardegsen - niedersächsisch-hessische Landesgrenze)befinden sich aktuell noch im Planfeststellungsverfahren. Die Inbetriebnahme der geplanten Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar strebt TenneT bis Ende 2021 an.


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