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Tiertafel Salzgitter: Hier kümmert man sich um bedürftige Vierbeiner

Nach Wolfenbüttel und Peine gibt es die Tafel für Tiere jetzt auch in Salzgitter.

von Anke Donner


Daniela Schmidt, Gabriele Puschner und Miriam Kunisch vom Tierschutzverein Salzgitter sortieren das Futter für die Abholer in die Taschen ein. An jedem dritten Freitag im Monat öffnet nun die Tiertafel Salzgitter ihre Türen für bedürftige Tierhalter.
Daniela Schmidt, Gabriele Puschner und Miriam Kunisch vom Tierschutzverein Salzgitter sortieren das Futter für die Abholer in die Taschen ein. An jedem dritten Freitag im Monat öffnet nun die Tiertafel Salzgitter ihre Türen für bedürftige Tierhalter. Foto: Rudolf Karliczek

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18.09.2020

Salzgitter. Wolfenbüttel hat sie schon, Peine auch. Und nun gibt es die Tiertafel auch in Salzgitter. Hier können Bedürftige nun Nahrung für ihre Haustiere bekommen. Die "Tiertafel" soll von nun an jeden dritten Freitag im Monat stattfinden. Futter für seine Vierbeiner bekommt jeder, der eine Bedürftigkeit und natürlich den Besitz eines Haustieres nachweisen kann.



Das Salzgitteraner Tierheim bekommt so viele Futterspenden, dass man sich überlegt hat, sie an Bedürftige weiterzugeben, erklärt Benjamin Kozlowski, Vorstandsmitglied des Tierschutzverein Salzgitter. "Es ist - zum Glück - so viel Futter, dass wir es innerhalb des Verfallsdatums nicht aufbrauchen können. Also haben wir die Tiertafel ins Leben gerufen und geben die Sachen an Bedürftige weiter", sagt er. Die Tiertafel soll nun jeden dritten Freitag im Monat stattfinden: Das nächste Mal also am 16. Oktober.

Anspruch auf die Futterspenden hat jeder, der seine Bedürftigkeit nachweisen kann. "Das sind zum Beispiel Menschen, die Leistungen vom Jobcenter oder von der Stadt Salzgitter bekommen. Oder auch Menschen, die nur ein geringes Einkommen haben", so Kozlowski. Kontrolliert werden soll dies anhand von Nachweisen der jeweiligen Einrichtungen.


Miriam Kunisch sortiert das Futter im Regal. Der Überschuss kann nun bei der Tiertafel ausgegeben werden. Foto: Rudolf Karliczek


An den jeweiligen Freitagen können sich die Bedürftigen auf dem Gelände des Tierheims melden und entsprechende Nahrung für ihr Tier erhalten. Dazu werden einige Daten zu Tier und Besitzer verlangt. Auch ein Nachweis, dass der Abholer überhaupt ein Haustier besitzt, muss erbracht werden. Dies könne über Pässe oder auch Fotos erfolgen, erklärt Kozlowski und betont, dass es sich bei der Futterspende nicht um eine Vollversorgung des Haustieres handelt. Der Tierschutzverein möchte hier lediglich unterstützend tätig werden. "Wir unterstützen die Tierhalter für etwa 10 bis 15 Tage. Das hängt auch davon ab, wie viel Futter wir ausgeben können. Wir möchten nicht die komplette Versorgung übernehmen, die Verantwortung liegt beim jeweiligen Tierhalter", macht Benjamin Kozlowski deutlich. Futter kann für Hunde und Katzen und verschiedne Kleintiere, wie Kanninchen abgeholt werden. Auch spezielle Nahrung kann der Tierschutzverein abgeben.

Auch Wolfenbüttel und Peine haben eine Tiertafel


Bei der Fellnasentafel am Café Clara in der Jägerstraße können Bedürftige jeden letzten Samstag im Monat von 14 bis 15.30 Uhr Futter für ihre Tiere bekommen. In Wolfenbüttel wurde die Aktion vom Verein SOS-Fellnasen-BS initiiert. Seit 2014 bietet der Verein einmal im Monat eine Tafel für bedürftige Tierhalter. Auch werden durch den Verein Tierzubehör wie Näpfe oder Leinen ausgegeben. Auch in Wolfenbüttel muss die Bedürftigkeit anhand von Nachweisen der verschiedenen Behörden erfolgen.

Auch der Peiner Tierschutzverein hat vor gut einem Jahr eine Tiertafel ins Leben gerufen. Der Ablauf ist ähnlich wie in Wolfenbüttel oder Salzgitter. Als Nachweis der Bedürftigkeit ist der Tafelausweis für die "Menschentafel" mitzubringen. Aber auch Papiere wie Rentenbescheid, Harz IV-Bescheid oder Krankengeldnachweis reichen als Auskunft. Das maximale Einkommen sollte 850 Euro nicht übersteigen. Dies könne aber im Einzelfall geprüft werden. Bei der Tiertafel Peine werden neben Tiernahrung, Zubehör und Pflegemittel auch rezeptfreie Medikamente ausgegeben. Aber auch sozialer Kontakt und ein offenes Ohr können Tierbesitzer hier finden. Pro Tier werde Futter für zirka sieben Tage ausgegeben. Maximal allerdings für zwei Tiere pro Halt.



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