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Unfälle am Brodweg: Stadtrat verspricht Überprüfung

von Sina Rühland


Foto: Robert Braumann

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10.03.2016


Braunschweig. Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder Ärger um den Brodweg gab, forderten Ratsfraktionen und Bürger die Verwaltung zum Handeln auf. Nun verkündete die Stadtverwaltung, man wolle die neue Verkehrsregelung noch einmal überprüfen. Im Februar hatten sich zwei schwere Unfälle auf der Straße ereignet.

Stadtbaurat Heinz Leuer teilte mit, die Verwaltung reagiere damit auf kritische Hinweise von Bürgern, die die Verwaltung nach Unfällen auf dem Brodweg erreicht haben. Erst am 18. Februar war ein Autofahrer frontal gegen einen am Straßenrand des Brodwegs stehenden Wagen geprallt. Der 75-Jährige musste schwer verletzt in eine Klinik gebracht werden. Einige Tage zuvor musste eine 47-jährige Autofahrerin wegen eines am Straßenrand abgestellten Wagens anhalten. Eine ihr folgende 46-Jährige bemerkte das Hindernis zu spät und fuhr mit ihrem Skoda auf. Durch den Aufprall wurde die 47-Jährige verletzt und kam ebenfalls zur Behandlung in eine Klinik.

Leuer kündigte nun an, die Verwaltung werde insbesondere die Lage und Anzahl der markierten Parkplätze auf der Fahrbahn noch einmal auf den Prüfstand stellen. Weitere Verbesserungen, auch für den Radverkehr, würden überlegt. Dazu stehe die Verwaltung auch im Austausch mit der Polizei. Des Weiteren solle die Geschwindigkeit verdeckt gemessen werden. So soll überprüft werden, ob die veränderten Regelungen tatsächlich zu geringerem Fahrtempo führen. Die Verwaltung werde über die Ergebnisse der Überprüfung berichten.

So kam es zu den neuen Park-Regelungen


Leuer erläuterte, warum die Verwaltung die Regelungen am Brodweg, insbesondere die Zahl und Lage der Parkplätze, verändert habe. "Auf dem Brodweg wurde in der Vergangenheit deutlich zu schnell gefahren. Die Gehwege, die es dort nur in Teilabschnitten gibt, waren zum Teil so beparkt worden, dass kaum mehr Platz für die Fußgänger blieb. Auch früher war schon auf beiden Seiten der Straße geparkt worden. Die Situation war insgesamt für Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und Anwohner unbefriedigend. Daher war vor etwa einem Jahr mit Markierungen und Haltverbotsschildern festgelegt worden, wo auf der Fahrbahn geparkt werden darf und welche Straßenabschnitte als Ausweichflächen freigehalten werden müssen. Nach der Sperrung wegen Bauarbeiten auf der Helmstedter Straße im vergangenen Jahr kommen diese Veränderungen nun erstmals richtig zum Tragen", so Leuer.

Der Brodweg sei keine Hauptverkehrsstraße, gleichwohl sei er für den Durchgangsverkehr offen und werde auch von vielen als Durchgangsstraße genutzt, sagte Leuer zur Grundproblematik am Brodweg. "Damit haben wir einen klassischen Zielkonflikt." Durchgangsverkehr, der möglichst schnell vorankommen wolle, auf der einen, und Anlieger, die nicht möchten, dass an ihrer Straße schnell gefahren werde, auf der anderen Seite. Auch die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer müsse bedacht werden. Dazu komme, dass der Brodweg mit den engen und kurvigen Bahnübergängen im Norden, mit der engen Bahnbrücke und der schmalen Fahrbahn und teilweise fehlenden Gehwegen nicht den baulichen Anforderungen an eine Hauptverkehrsstraße erfülle und auch nicht als solche umgebaut werden könne. Wer sie als Durchgangsstraße nutze, werde auch weiterhin mit Beeinträchtigungen rechnen müssen. "Gleichwohl wollen wir jetzt noch einmal überprüfen, ob die derzeitigen Regelungen nicht optimiert werden können."


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