Verzögerung bei Schacht Konrad: BISS äußerst Bedenken

14. März 2018
Die BISS äußert sich zur Verzögerung der Inbetriebnahme von Schacht Konrad. Foto: Alexander Panknin
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Braunschweig. Mit einem offenen Brief wendet sich die Bürgerinitiative StrahlenSchutz Braunschweig (BISS) an Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer.

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Wir veröffentlichen den offenen Brief ungekürzt und unkommentiert:

Offener Brief zu Schacht Konrad 2027
Geschrieben von Dr.Thomas Huk, 11. März 2018, für die BISS e.V.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrter Herr Stadtbaurat ,

aktuell meldet die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), dass Schacht Konrad frühestens im Jahr 2027 in Betrieb gehen wird. Dies hat wesentliche Auswirkungen auch auf die Entsorgungspläne der Firma Eckert & Ziegler. Die radioaktiven Abfälle der Firma werden in Braunschweig Thune in sog. Konrad-Container verpackt. Solange eine Einlagerung nicht sichergestellt ist, müssen die Container demzufolge auf dem risikoreichen Betriebsgelände in Braunschweig verbleiben.

Wir fordern Sie auf: Machen Sie nicht weiter wie bisher. Erkennen Sie die neuen Umstände an. Vermeintlicher Bestandsschutz für eine klagefreudige Firma wie Eckert & Ziegler darf nicht dazu führen, dass in Braunschweig ein Zwischenlager für radioaktive Abfälle direkt neben Wohngebieten, Schulen und Kitas manifestiert wird.

Die Lagerhalle mit industriellem Ausmaß, die Eckert & Ziegler bei Ihnen beantragt, kann unter diesen Umständen nicht genehmigt werden. Hinzu kommt, dass Schacht Konrad nur in Betrieb geht, wenn eine erfolgreiche Neubewertung nach dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik gelingt. Dies scheint äußerst fraglich.

Dieser Forderung nach einem belastbaren Sicherheits-Nachweis für Schacht Konrad hat sich die Stadt Braunschweig im Appell der Regionen angeschlossen. Wenden Sie diesen konsequenten Weg auch für Eckert & Ziegler an.

Die BISS e.V. hat Ihnen dazu einen fundierten Stresstest für die Firma vorgelegt.

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