Wolfenbüttel

Vom Kälteanlagenbauer zum Ingenieur mit Doktortitel


Foto: Privat

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30.01.2015


Wolfenbüttel. Fachhochschulen (FH) haben in Deutschland kein eigenes Promotionsrecht, denn das ist gesetzlich den Universitäten vorbehalten. Trotzdem gibt es immer mehr FH-Absolventen, die an Universitäten im In- und Ausland promovieren wie Dirk Volta, der kürzlich seinen Doktortitel erhielt.

Was hat Schokolade mit Versorgungstechnik zu tun? Nun – mehr als man denkt. In der Fakultät Versorgungstechnik der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften lernt man nicht nur viel über Gebäudetechnik, sondern generell über den Umgang mit Energie und Wasser. Energie- und Wassereinsparung ist für die Industrie wichtig – auch bei der Produktion von Schokolade. Nach seiner Ausbildung zum Kälteanlagenbauer hat Dirk Volta an der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel „Versorgungstechnik“ studiert und das Studium 2005 erfolgreich abgeschlossen. Danach arbeitete er bis Anfang 2008 in der Fakultät als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für energieoptimierte Systeme. Parallel dazu studierte der Versorgungstechnikingenieur "Technisches Management" an der Ostfalia und schloss 2007 das berufsbegleitende Studium mit dem Titel „Master of Engineering“ ab.

Nun öffneten sich ihm neue Türen. Mit diesem Abschluss und den vielen praktischen Erfahrungen, die er während seines Studiums an der Ostfalia gesammelt hatte, erfolgte der Wechsel in die Industrie. In einer Schokoladenfabrik des Nestlé-Konzerns in Hamburg setzt Dirk Volta seither eine Vielzahl von Energie- und Wassereinsparmaßnahmen um – und erzielte dadurch bereits Kosteneinsparungen von über 1 Million Euro pro Jahr. Und auch in Sachen Bildung steht der Wahlhamburger nicht still. Parallel zu seiner Industrietätigkeit hat er an der Technischen Universität Clausthal promoviert. Seine Doktorarbeit zum Thema „Das Physikalische Optimum als Basis von Systematiken zur Steigerung der Energie- und Stoffeffizienz von Produktionsprozessen“ erhielt im Dezember 2014 die Note sehr gut (Magna cum laude) – und die Fakultät Versorgungstechnik der Ostfalia Hochschule freut sich mit.


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