Wolfenbüttel

Große Schüler am DLR: Von Windkanal bis Fahrsimulator


Im Juni gab es eine Exkursion ins Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Foto: Große Schule
Im Juni gab es eine Exkursion ins Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Foto: Große Schule

Artikel teilen per:

23.06.2017

Braunschweig. Für die Schüler der Großen Schule sind Besuche im Schülerlabor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, kurz „DLR_School_Lab“, ein fester Bestandteil Schullehrplans in Physik. Hierzu gibt es auch einen Kooperationsvertrag zwischen der Großen Schule und dem DLR. Am 8. Juni ging es daher wieder zum Experimentieren nach Braunschweig.


Im DLR drehe es sich nicht ausschließlich um Luft- und Raumfahrt. Es geht zusätzlich um reinste Physik, wie Akustik und Lärmbekämpfung, Strömungsphysik, aber auch um das Auto und seine Assistenzsysteme. Im Rahmen ihrer Exkursion am 8. Juni ins DLR erhielten die Schüler der Klasse 9b die Gelegenheit spannende und interessante Hightech-Experimente selber durchzuführen.

Untersuchungen im Windkanal


Die Schülergruppen machten Untersuchungen im Windkanal, wobei sie die Aerodynamik verschiedener Elemente erforschten. Auf diese Weise wurde ihnen auch die Funktionsweise einer Flugzeugtragfläche näher gebracht. Am Rotorversuchsstand beschäftigten sie sich mit der Auftriebserzeugung am Hubschrauber und der Frage, warum ein Hubschrauber so einfach in der Luft stehen bleiben kann. An einer anderen Station bestand die Aufgabe darin, einen LEGO Roboter zu programmieren und auszuprobieren. Anschließend gab es am Fahrsimulator Gelegenheit zum Autofahren und zum Erkenntnisgewinn.


Die Großen Schüler beim Forschen im DLR. Foto: Große Schule


„Fahrgastwechsel"-Experiment


Die Schüler der Klasse 9b hatten darüber hinaus das besondere Vergnügen, am sogenannten „Fahrgastwechsel“-Experiment teilzunehmen. Im Rahmen dieser Simulation schlüpften die Kinder in die Rolle von Fahrgästen einer Straßenbahn. Von unterschiedlichen Gruppengrößen wurde die Zeit gemessen, die die Schüler für das Einsteigen benötigten, wenn im gleichen Moment eine andere Schülerschar versuchte auszusteigen. Dem aufmerksamen Beobachter war schnell klar: Je größer die Gruppe und je „egoistischer“ der Fahrgast, desto länger dauerte der Prozess des Ein- und Aussteigens. Versuche dieser Art bilden die Grundlage für Simulationsprogramme, mit denen die optimale Breite der Einstiegstüren und die Aufenthaltsdauer der Beförderungsmittel bestimmt werden können.


zur Startseite