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Vortrag über die Braunschweiger Malerin Käthe Evers



Vortrag über die Braunschweiger Malerin Käthe Evers


Im Städtischen Museum Braunschweig findet ein Vortrag über die Malerin Käthe Evers statt. Foto: Städtisches Museum Braunschweig

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Braunschweig. Einen Vortrag über die Braunschweiger Malerin Käthe Evers hält der Theater Zeitraum-Regisseur Gilbert Holzgang am Samstag, 7. April, um 15 Uhr, im Städtischen Museum Braunschweig, im Altstadtrathaus, Altstadtmarkt 7, im Rahmen der Sonderausstellung "Sonst geht´s uns gut. Braunschweiger Biografien. 1916". Der Eintritt beträgt fünf Euro.



Käthe Evers war eine Tochter des am Wilhelm-Gymnasium tätigen Studienrates Dr. Robert Evers, der als Theaterliebhaber und Wagner-Kenner bekannt war, und seiner Frau Margarethe Evers, geborene Zeumer, einer liberalen, ebenfalls malenden Magdeburgerin. Käthes Leidenschaft war das Malen. Sie besuchte die Lefflersche Schule, eine Privatschule, und nahm zusätzlichen Unterricht bei der Braunschweiger Malerin Anna Löhr, die sie in den Spätimpressionismus einführte.

Mit der ebenfalls malenden Elsa Daubert zusammen ließ sie sich in München durch Gustav Lehmann weiter ausbilden. Albert Hamburger schloss sich Emmy Scheyer, die unter dem Namen Galka Scheyer berühmt wurde, an. Die beiden Frauen malten in Braunschweig, Bayern und München, manchmal sogar das gleiche Sujet.


Im Rahmen des „Hindenburgprogramms“ wurde Käthe Evers im Herbst 1917 zur Arbeit in der Pulverfabrik in Rübeland verpflichtet. Das Verhältnis zwischen den schon lange dort tätigen Arbeiterinnen und den neu dazugekommenen „Pulverdamen“, die
wie Käthe Evers aus wohlhabenden, gebildeten Familien stammten, verbesserte sich im Laufe der nasskalten Winterwochen. Die Bedrohung durch die Kriegslage und die immer wieder vorkommenden Detonationen auf dem Fabrikgelände schweißten zusammen.

Berichte von Zeitzeugen belegen dies mit Beispielen aus den alltäglichen Unterhaltungen und Liedern. Doch nach dreieinhalb Monaten kamen sechzehn Personen bei der Explosion des „Trockenhauses“ ums Leben, unter ihnen Käthe Evers.

Der sozialgeschichtlich angelegte Vortrag von Gilbert Holzgang wird die künstlerische Entwicklung Käthe Evers‘ beleuchten und die der anderen genannten Braunschweiger Malerinnen und Maler erwähnen. Von Käthe Evers selber sind nur einige wenige Briefzeilen und ein paar Schwarzweiß-Fotografien überliefert. Zu sehen sind ihre farbenfrohen Ölbilder. Sie befinden sich im Familienbesitz und sind im Städtischen Museum zu sehen.


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