Braunschweig

Vortrag über Telemedizin im Haus der Wissenschaft


Vortrag über Telemedizin im Haus der Wissenschaft. Foto: Thorsten Raedlein/Archiv
Vortrag über Telemedizin im Haus der Wissenschaft. Foto: Thorsten Raedlein/Archiv Foto: Thorsten Raedlein/Archiv

Artikel teilen per:

23.11.2016

Braunschweig. Die letzte Veranstaltung der Reihe „Digitalisierung des Gesundheitswesens“ in diesem Jahr widmet sich der „Medizin aus der Ferne“. Spezialisten berichten am 30. November um 19 Uhr darüber, wie die Telemedizin das Arzt-Patienten-Verhältnis wandeln kann. I


In der anschließenden Diskussion können Themen wie technische Voraussetzungen, Potenziale oder mögliche Probleme der Telemedizin aufgegriffen und vertieft werden.

Wichtig für eine verlässliche medizinische Versorgung aller Regionen Deutschlands ist eine gute und möglichst schnelle Erreichbarkeit von Ärzten und anderen Beteiligten des Gesundheitssektors. Bereits heute gibt es allerdings strukturschwache und ländliche Regionen, die in Sachen Gesundheit in vielen Bereichen abgehängt zu werden drohen: Es fehlen Fachärzte in der näheren Umgebung und auch eine regelmäßige hausärztliche ambulante Betreuung in der eigenen Wohnung ist kaum noch möglich.

Hier könnte die Telemedizin Abhilfe schaffen, indem durch das Zusammenspiel verschiedener audiovisueller Kommunikationstechnologien weite Distanzen zwischen Arzt und Patient überbrückt werden. Im Rahmen von Videokonferenzen am heimischen Fernseher oder Tablet können beispielsweise parallel über das Internet übertragene Vitalwerte mit den behandelnden Ärzten besprochen werden. Auf diesem Weg kann selbst stark mobilitätseingeschränkten Menschen oder abgeschieden lebenden Personen Zugang zu medizinischen Dienstleistungen ermöglicht werden.

Offshore-Windparks nutzen Telemedizin schon jetzt


Praktische Erprobung findet der Einsatz von Telemedizin schon heute bei der ärztlichen Betreuung von Arbeitern auf Offshore-Windparks vor der deutschen Nordseeküste. Das Klinikum Oldenburg hat dazu eine Telemedizin-Zentrale eingerichtet. Die Gewährleistung der Notfallversorgung auch außerhalb der Reichweite von Rettungsdiensten steht hier im Zentrum.

Doch wie lassen sich telemedizinische Verfahren flächendeckend etablieren und in die Lebenswelt der Patienten integrieren, um eine Versorgung sicherzustellen? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen muss gegebenenfalls der Gesetzgeber schaffen? Welche Punkte müssen beachtet werden, um aus Patienten- und Ärztesicht die notwendige Akzeptanz herzustellen? Dazu diskutiert im Haus der Wissenschaft Moderator Florian Kneifel (NDR) mit folgenden Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Medizin:

· Dr. Christoph Dockweiler, Universität Bielefeld, Fachbereich „eHealth und Telemedizin“
· Klaus Graf, Senior Director IQ.medworks GmbH in Freyung, Bayern
· Dr. Daniel Overheu, Facharzt der Anästhesie und ärztlicher Leiter der Telemedizin-Zentrale am Klinikum Oldenburg


zur Startseite