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Wasser bleibt im Saunateich: Jürgen Scharna reagiert auf Kritik an Wasserwelt

von Christina Balder



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26.08.2014


Braunschweig. Die neue "Wasserwelt" hat gerade ihre ersten Wochen hinter sich, doch Kritik und Gerüchte reißen nicht ab. Unsere Leserin Bettina Weiss brachte kürzlich in einem Kommentar zu unserem Artikel mehrere Kritikpunkte an, mit denen wir Stadtbad-Chef Jürgen Scharna konfrontiert haben. Das Ergebnis:

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Jürgen Scharna dazu: "Das ist Quatsch!" Natürlich sei die Frostphase im Winter schwierig, aber um dem Eisdruck abzufangen, würden Plastikkörper als eine Art Puffer am Teichrand angebracht. So könne das Wasser den Winter über im Teich bleiben. "Ich könnte mir vorstellen, dass die Leute da auch im Winter reingehen wollen", sagt Scharna. Bei einer richtig dicken Eisschicht müsse man natürlich sehen, ob der Teich dauerhaft zum Baden freigegeben werden könne. "Die Aufsichtspersonen müssen auf den Beckenboden sehen können, damit sie mitbekommen, wenn da jemand kollabiert." Das sei mit zu viel Eis möglicherweise nicht gegeben. Wenn das Wasser einmal abgelassen werde, habe das aber rein technische Gründe wie Reparaturen.

Die späten Aufgüsse sollen kein Standard sein. "Das hat personelle Gründe", erklärt Scharna. Denn auch für das Personal sei jetzt Urlaubszeit - wenn noch Krankheitsfälle dazu kommen, müsse man die Aufgüsse in die besucherstärkste Zeit verlagern. "Das ist nicht schön, geht aber auch wieder vorbei", sagt Scharna.

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"Das stimmt", gibt der Stadtbad-Chef zu. Es sei widersinnig, für oben einen Saunaofen zu haben, der immens viel Energie verbrauche, und gleichzeitig für unten noch Energie in die Kühlung zu stecken. "Wir und der Saunabauer waren davon ausgegangen, dass das auch so funktioniert - denn Hitze steigt nach oben." Es habe sich nun herausgestellt, dass es nicht funktioniere - inzwischen habe man reagiert und Gummimatten ausgelegt.

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Scharna beruft sich auf die Erfahrungen mit Besucherzahlen in Freizeitbädern bundesweit: "In solchen Bädern ist von Montag bis Freitagmittag nicht so viel los. Daher ist in dieser Zeit der Schwimmbereich für Schulen und Vereine freigegeben." Die Kritik an Wasserfläche und Beckenlänge sei ihm bekannt, doch der Plan sei gewesen, die Wasserfläche der drei alten Bäder ungefähr in dem neuen widerzuspiegeln. "Klar wäre ein 50-Meter-Becken schöner gewesen - gebt mir mehr Geld, dann baue ich eins." Dass man nicht jedem zu jeder Zeit etwas bieten könne, liege auf der Hand.




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