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Watenbüttel: Ab Montag ziehen die Flüchtlinge ein

von Robert Braumann


Mit Plastikplanen werden die einzelnen Wohn-Nischen voneinander getrennt. Fotos/ Video: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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12.02.2016


Braunschweig. Ab Montag werden in der Turnhalle in Watenbüttel Flüchtlinge untergebracht, die dauerhaft in Braunschweig bleiben. Sie sollen in der zweiten Phase des Standortkonzepts in eigens errichtete Wohnkomplexe ziehen, bis diese fertig sind, braucht es aber Übergangslösungen. Deshalb wurden einzelne Turnhallen in der Stadt umfunktioniert. In Watenbüttel sollen 108 Personen ein vorübergehendes Heim bekommen. regionalHeute.de, hat sich am Freitag bereits in der Unterkunft umgesehen.

Brigitte Finze-Raulf, Fachbereich Soziales und Gesundheit, erklärte, dass man insgesamt zehn Wochen gebraucht hätte, um alles in der Halle fertig zu bekommen. Ein großer Vorteil wäre, dass die Flüchtlinge die Duschen innerhalb der Turnhalle nutzen könnten und man so "nur" Container für den Toilettengang habe aufstellen müssen. Sonst verhalte es sich alles wie in der bereits belegten Turnhalle in der Naumburgstraße. Ab Montag erwarte man wöchentlich bis zu 35 Personen, die in die Unterkunft ziehen. "Somit werden wir wahrscheinlich in drei Wochen die Halle voll belegt haben und müssen dann eine neue Unterkunft nutzen".

Weitere Halle in Vorbereitung


Dies wird die Turnhalle in der Nibelungenstraße sein, die bereits vorbereitet wird. Für jeweils vier Menschen sind die zwölf Quadratmeter kleinen Parzellen ausgelegt, die mit Plastikplanen abgetrennt wurden. Vier Spinde und zwei Doppelstockbetten befinden sich in jeder Kabine. Nur wenige Meter neben den Betten befindet sich die Essensausgabe, hier wird es drei Mal täglich eine Mahlzeit geben. Es sollen sowohl Familien als auch alleinreisende Menschen sein, die ab Montag kommen. Sie kommen aus Erstaufnahmeeinrichtungen in ganz Niedersachsen. Betreut werden sie von einer Sozialarbeitern. Dazu ist eine Reinigungskraft und ein Hausmeister eingeplant. Ein Sicherheitsdienst wird rund um die Uhr vor Ort sein. Dazu gibt es ein Zimmer für einen Arzt, der wöchentlich in der Einrichtung ist. Für Kinder wird noch eine Spielecke eingerichtet, die schulpflichtigen unter ihnen sollen so schnell wie möglich örtliche Schulen besuchen.

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Wie lange die Menschen dort leben werden, kann noch niemand genau sagen. Laut Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke könnte es bis zu einem Jahr dauern, bis die Bewohner in feste Wohnungen kommen. Dies hänge davon ab, wann die Leichtbau-Wohnungen fertig würden und wie die Anerkennungsverfahren der Asylbewerber verliefen.

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