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Wie die City Smart werden will: Wolfsburg legt Strategie vor



Wie die City Smart werden will: Wolfsburg legt Strategie vor

Durch den Einsatz von digitalen Technologien soll ein Mehrwert für die Bürger geschaffen werden.

von Julia Fricke


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: pixabay (Public Domain)

Wolfsburg. In den letzten Monaten entwickelte die Stadt Wolfsburg gemeinsam mit der Politik und der Öffentlichkeit eine Strategie zum Thema Stadtentwicklung und Digitalisierung im Sinne der Smart City Charta. Am heutigen Montag wurde der Entwurf für die politische Beratung vorgelegt. Die Smart City Strategie soll insgesamt als strategische Grundlage für sämtliche zukünftige Aktivitäten im Kontext Digitalisierung und Stadtentwicklung der Stadt Wolfsburg dienen. Ziel ist es durch den Einsatz von digitalen Technologien einen Mehrwert für die Bürger zu schaffen. In einer Pressekonferenz wurden die wichtigsten Punkte vorgestellt.



Die Strategie umfasse zum einen strategischen Rahmen, der sich aus Leitlinien und zehn Handlungsfeldern mit strategischen Zielen zusammensetzt. Zum anderen zeigt das Umsetzungskonzept Projekte auf, um diesen strategischen Rahmen realisieren zu können. Hierzu seien priorisierte Projekte identifiziert worden, bei denen es sich um die zentralen Projekte der Smart City Wolfsburg handelt, deren Umsetzung prioritär zu verfolgen sei. Eine erste Bewertung hinsichtlich des Potenzials für die Umsetzung über das BMI-Förderprogramm wurde vorgenommen, die es weiter zu prüfen gilt. Darüber hinaus umfasst der Ideenpool weitere Ideen für die Zukunft der Smart City Wolfsburg, die hinsichtlich einer Umsetzung noch zu konkretisieren und prüfen sind. Zudem wurden Bausteine zur erfolgreichen Umsetzung hinsichtlich Arbeitsstrukturen und Monitoringkonzept erarbeitet.

Dabei sollen unter anderem die Digital- und Dateninfrastruktur (zum Beispiel flächendeckendes Glasfasernetz), die digitale Verwaltung, die Mobilität (zum Beispiel die Förderung der Multimodalität durch intelligente, vernetzte Mobilität über alle Verkehrsmittel hinweg) und der Ausbau der digitalen Bildungslandschaft berücksichtigt werden. Dies sind jedoch nur einige wenige Beispiele für die strategischen Ziele, die die Stadt Wolfsburg in den kommenden Jahren verfolgen will.



Auch Zweifler sollen mit ins Boot geholt werden



Bereits vor dem Zuschlag des BMI-Förderprogramms sei die Stadt Wolfsburg in Sachen Smart City gut aufgestellt gewesen. Nun sei ein erster Überblick über die bestehenden Themenfelder entstanden und zusammen mit den Bürgern und der Politik eine Strategie auf die Beine gestellt worden. Wichtig sei es dabei die Menschen von den Smart City Ideen zu überzeugen, sie mitzunehmen, wie auch Oberbürgermeister Klaus Mohrs findet. Die Menschen - auch die Zweifler unter ihnen - sollen sehen, dass es durch die Umsetzung zukunftsweisender, nachhaltiger Lösungen auch für sie einfacher wird.

„Diese Strategie ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Smart City“, sagt Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „Wir haben es trotz allen pandemiebedingten Schwierigkeiten geschafft, so viele Menschen mitzunehmen – insbesondere auch die Bürger unserer Stadt, die mit ihren eingereichten Ideen ein Teil der Strategie geworden sind.“ Denn neben den zahlreichen Workshops habe die Stadt auch Ende 2020 ein digitales Beteiligungsformat durchgeführt, bei dem die Wolfsburger Projektideen einreichen und die Schwerpunkte der Strategie gewichten konnten. „Wir sind für alle Ideen dankbar, die uns erreicht haben. Die Beteiligung hat auch uns nochmal wichtige Impulse gegeben, die wir in die Strategie aufnehmen konnten“, erklärt Klaus Mohrs.


Um frühzeitig Synergieeffekte zu generieren, wurden die Interessen und Anre­gungen der verschiedenen Akteursgruppen innerhalb der Verwaltung und der städtischen Beteiligungsunternehmen von Beginn an in alle Phasen der Strategieerar­beitung integriert. Dazu fanden verschiedene Workshops und Arbeitstreffen statt. Darüber hinaus erfolgten jeweils Workshops mit den Verwaltungsvorständen sowie mit der Politik. Mit dem Anspruch, möglichst viele Ideen für die Gestaltung der Smart City Wolfs­burg aus der Stadtgesellschaft aufzunehmen, erfolgte eine dreiwöchige Online-Beteiligung auf einer eigens eingerichteten Online-Plattform. Interessierte Bürger waren ein­geladen, Ideen in allen Lebensbereichen einzureichen, die durch den Einsatz digitaler Technologien einen spürbaren Mehrwert für die Menschen in Wolfsburg schaffen. Die Ergebnisse sind in die Strategie eingeflossen.

Finanzierung aus Fördermitteln


Ziel sei es nun zum einen Projekte über das BMI-Förderprogramm umzusetzen und zum anderen, weitere Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen beziehungsweise weitere Fördermittel zu akquirieren sowie bereits in der Umsetzung befindliche Projekte fortzuführen.

Nach Genehmigung der beantragten Verlängerung laufe Phase A des BMI-Förderprogramms bis zum 31. Dezember und die fünfjährige Umsetzungsphase (Phase B) schließe direkt an. Das Finanzvolumen des Förderprogramms belaufe sich insgesamt über beide Phasen auf 17,5 Millionen Euro. Die erforderlichen Eigenmittel in Höhe von maximal 35 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten wurden in der mittelfristigen Finanzplanung bereits berücksichtigt. Fördervoraussetzung für Phase B sei die Beschlussfassung der Smart City Strategie und des Umsetzungskonzeptes, einschließlich der Einplanung erforderlicher Eigenmittel.


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