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Experiment im Video - Ein Reporter wird zum Opa

von Alexander Panknin


Hauke Lorenz, Leiter der Physiotherapie in der Asklepios Klinik Goslar, lässt regionalHeute.de alt aussehen. Video: Alexander Panknin

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21.01.2017

Goslar. Am gestrigen Informationstag in der Asklepios Klinik Goslar konnten die Besucher mehr über die Bedeutung der Bewegung für die Gesundheit erfahren. regionalHeute.de wagte den Selbstversuch im "Alterssimulationsanzug".



Im ersten Teil zum Informationstag "Rund um Bewegung" der Asklepios Klinik Harz berichtete regionalHeute.de über den Besuch der niedersächsischen Gesundheitsministerin Cornelia Rundt. Sie machte einen Rundgang durch das Klinikum und ließ sichunter anderem vom neuen Kreißsaal begeistern. Heute geht es um die Mitmach-Ausstellung zum Thema: Bewegung.

Bewegung hält gesund


Fachleute wie Ärzte und Therapeuten seien alarmiert, wie die Asklepios Kliniken Goslar mitteilen. In Deutschland nehmen Krankheiten beispielsweise durch Bewegungsmangel zu. Durch eine frühzeitige Prävention können daraus resultierende Spätfolgen vermieden werden. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass körperliche Bewegung der bisher einzig bekannte Mechanismus ist, wie Menschen selbst und aktiv die Erbsubstanz stabilisieren können und damit einer Krebsentstehung entgegenwirken können. Langzeitstudien zeigen, dass aktive Bewegung das Risiko von Krebserkrankungen und -rückfällen bis zu 67 Prozent senkt. Auch Sturzgefahren seien gerade für ältere Menschen besonders gefährlich.

Mobilitätstest



Gesundheitsministerin Cornelia Rundt an einer Demenz-Trainingsstation. Foto: Alexander Panknin



Mit außergewöhnlichen Simulationen und Selbst-Tests konnten Besucher am Gesundheitsinformationstag ausprobieren, wie mobil sie sind: In einem sogenannten „Alterssimulationsanzug“ erlebten Interessierte, wie es sich anfühlt im hohen Alter: Ein speziell entwickelter Overall und eine Brille simulieren die typischen Effekte des Alterns und ermöglichen es auch jüngeren Menschen, sich in eine ältere Person hineinzuversetzen und so selbst zu erfahren, wie es ist, wenn man etwa schlechter sieht oder das Hörvermögen nachlässt. Auf einem Trainingsgerät galt es unter Aufsicht zu balancieren und seine Beweglichkeit zu testen, zudem gab es für die Besucher unter anderem Gedächtnistraining, Informationen zur Sturzprophylaxe und vieles mehr. Eine „Zumba-Tanzgruppe“ mit Auszubildenden des Pflegeschulzentrums Goslar demonstrierte, wie wichtig Bewegung ist.
„Bewegung und Sport sind entscheidend für eine gute körpereigene Abwehrkraft“, sagt Prof. Dr. med. Jörn Heine, Chefarzt und zugleich Ärztlicher Direktor der Asklepios Harzkliniken. „Zudem verbessert Sport nicht nur die allgemeine Fitness und Beweglichkeit, die Herz- Kreislauf-Funktion und die Abwehrkräfte, sondern stärkt auch das psychische Befinden. Dadurch kann körperliche Bewegung helfen, Krankheiten zu vermeiden, aber auch dazu beitragen, wieder vollständig gesund zu werden, beispielsweise nach einer Krebs-Erkrankung.“

Physiotherapie kann helfen



Auch Landrat Thomas Brych versucht sich am "Posturomed". Foto: Alexander Panknin



Das Harzphysioteam in der Asklepios Harzklinik Goslar kümmert sich in Zusammenarbeit mit den Ärzten ambulant um die betroffenen Bürger, hilft ihnen mit diversen Kursen und Therapien, das Angebot reicht beispielsweise von der Reflexzonenmassage gegen Stress bis hin zur Bobath-Therapie bei neurologischen Erkrankungen wie etwa Schlaganfall, MS oder Hirntumoren. „Es geht uns darum, dass die betroffenen Menschen so schnell wie möglich wieder in gewohnter Weise ihren Alltag bestreiten können“, sagt Hauke Lorenz, Leiter der Physiotherapie in der Harzklinik Goslar.

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