Wolfsburger Schüler entwickelt umweltfreundliche Verkehrs-App

11. Januar 2019
Schüler Paul Obernolte stellte sein App Desti Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Digitalisierungsdezernent Dennis Weilmann vor. Foto: Stadt Wolfsburg
Wolfsburg. Paul Obernolte, Schüler am Theodor-Heuss-Gymnasium, entwickelt aktuell gemeinsam mit seinem jungen Kollegen aus Göttingen, Simeon Keske, eine App für ein umweltfreundliches Verkehrskonzept. Diese stellte er jüngst im Rathaus vor, wie die Stadt Wolfsburg in einer Pressemitteilung mitteilte.

Dabei wurden alle Inhalte, Features und technischen Hintergründe von den Schülern selbst entwickelt und programmiert. Kennengelernt hätten sich die beiden 15-jährigen Entwickler bei Jugend forscht im Februar 2018 und arbeiteten seither an ihrem Projekt.

Belohnung für umweltfreundliches Verhalten

Die App mit dem Namen Desti arbeite unter der Verwendung von Live-GPS-Tracking und unter Einbezug unterschiedlicher Verkehrsmittel. Dazu zählen die öffentlichen Verkehrsmittel sowie die Elektro-Mobilität, aber auch Strecken, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Durch das Tracking des Nutzers entwickele Desti Routen, die direkt auf diesen zugeschnitten sind, und schlage auch die zu verwendenden Verkehrsmittel vor. Wesentlicher Bestandteil sei dabei auch das „Drivesharing“, eine Form der Mitfahrgelegenheit. Ein auf die Analyse der Fahrrouten ausgelegter Algorithmus befinde sich aktuell in der Entwicklung.Desti verbaue darüber auch Mittel der Gamifikation, setze also auf die spielerische Nutzung der App. Nach dem Zurücklegen einer Strecke werde der Nutzer mit sogenannten Desti Coins belohnt, die ab einer gewissen Summe gegen verschiedene Gutscheine eingetauscht werden könnten. Das Interessante dabei: Die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel werde bei gleicher Route mit mehr Desti Coins belohnt. Vor allem durch den Wettbewerb mit Freunden und anderen Nutzern versprächen sich Obernolte und Keske eine hohe Verbreitung.

„Eine unglaubliche Leistung“, so Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „In solch jungen Jahren aktuelle Problematiken zu erkennen und professionell an Lösungen zu arbeiten, verdient höchsten Respekt.“ Dennis Weilmann, Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur, zeigt sich ebenso beeindruckt: „Zukünftige Mobilität ist für Wolfsburg ein spannendes und zentrales Thema. Um dieser Thematik auch gerecht zu werden, ist eine Zusammenarbeit mit aufstrebenden Experten unerlässlich. Aus diesem Grund ist es uns wichtig mit Paul Obernolte und Simeon Keske im Austausch zu bleiben und sie bei der Entwicklung von Desti zu unterstützen.“

Zurzeit befinde sich Desti noch in der Entwicklungsphase, soll aber nach Einschätzung der Entwickler zeitnah in die erste Beta-Phase gehen.

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