„buddY“: Teilnehmende Schulen präsentieren Bilanz


Bildung garantiert soziale und kulturelle Teilhabe.
 Symbolfoto: pixabay
Bildung garantiert soziale und kulturelle Teilhabe. Symbolfoto: pixabay | Foto: pixabay

Braunschweig. 2017 startete das buddY-Programm in Braunschweig unter dem Motto: "Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen. Erfolgreiche Wege für mehr Bildungschancen." Sechs Schulen nahmen an dem Modellprojekt im Rahmen des kommunalen Handlungskonzepts "Braunschweig für alle Kinder" teil. Ziel war es, an den Schulen Strukturen zu schaffen, um die Teilhabechancen von Kindern zu verbessern. Das teilt die Stadt Braunschweig mit.


"Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, mit fast allen Schulformen zu arbeiten. Im Ergebnis zeigt sich, dass sich die Haltung der Lehrkräfte und der Schulleitungen verändert hat", sagte Sozialdezernentin Dr. Christina Arbogast auf der Bilanzveranstaltung im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig. "Mich begeistert die Offenheit für Neues und die Bereitschaft, Schülerinnen und Schüler wesentlich stärker als bisher einzubeziehen und Verantwortung übernehmen zu lassen. Viele neue Projekte und Ideen sind so entstanden. So fördern wir gezielt die sozialen wie emotionalen Kompetenzen und tragen dazu bei, dass Resilienz, Bewältigungskompetenzen und Selbstwert der Kinder und Jugendlichen in besonderer Weise gestärkt werden."

Schülerkiosk und Spieleausleihe


Die Schülerinnen und Schüler präsentierten beispielsweise ihren selbstständig auf die Beine gestellten Schülerkiosk und eine Spieleausleihe, die sie organisieren. Drittklässlerinnen und Drittklässler erklärten ihr Patenmodell für Mädchen und Jungen, die gerade mit der Schule begonnen haben. Die Jugendlichen handelten auch eigenverantwortlich Regeln aus, wie Handys in der Schule genutzt werden können. Für die Umsetzung der vielen weiteren Pläne stehen ihnen die Lehrkräfte begleitend zur Seite.

"Weil es maßgeblich ist, wie Fachkräfte in der Schule mit Kindern in Beziehung treten, wie sie deren Ideen, Wünsche und Vorstellungen vom Lernen aufgreifen, wie sie die Kinder motivieren, ist das Beziehungslernen der Kern des buddY-Programms. Die teilnehmenden Schulen haben mit unserem Ansatz sechs unterschiedliche Wege der Organisationsentwicklung beschritten. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sich neben der Haltung auch das Rollenverständnis der Lehrkräfte stark verändert hat. Wertschätzung und Orientierung der Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt der schulischen Konzepte, und das kommt den Kindern zugute", sagte Achim König, Leitung Programme bei EDUCATION Y.

Bildung garantiert soziale und kulturelle Teilhabe


Bildung ist ein wichtiger Eckpfeiler für die Verwirklichung individueller Lebenschancen. Sie garantiert soziale und kulturelle Teilhabe. Damit Bildungserfolg und zugleich Teilhabechancen jedoch nicht wie bisher von der sozialen Herkunft abhängig bleiben, müssen Bildungseinrichtungen ausgleichend wirken und chancengerechte Zugänge schaffen. Sechs Braunschweiger Schulen machten sich 2017 mit dem Schulentwicklungsansatz des buddY-Programms auf den Weg, um die dafür notwendigen Veränderungen einzuleiten.

Das buddY-Training begleitete 30 Lehrkräfte, aber auch die sechs Kollegien über eineinhalb Jahre mit sieben Trainingstagen, Schulleitungscoachings, Netzwerkveranstaltungen und einer Bildungsreise. So integrierten die Teams vorhandene Schulprojekte und entwickelten unter Einbindung der Schülerinnen und Schüler neue Ansätze für die eigenen Schulen. Eine weitere prozessbegleitende Unterstützung der Schulen ist vorgesehen. Finanziert wird das Projekt mit 315.000 Euro aus dem Braunschweiger Fonds für Kinder und Jugendliche, und zwar aus der Großspende des Unternehmers Friedrich Knapp über eine Million Euro.

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