Caritas-Kita St. Bernward feiert 50-jähriges Jubiläum


Die Kinder feierten ausgelassen ihre Kita im Heidberg. Foto: Sabine Moser
Die Kinder feierten ausgelassen ihre Kita im Heidberg. Foto: Sabine Moser | Foto: Sabine Moser

Braunschweig. 1969 wurde die katholische Kindertagesstätte St. Bernward im Heidberg mit zwei Kindergartengruppen gegründet. 50 Jahre später feiert die Kita ihr Jubiläum. Dies teilt die Einrichtung mit.


Mit Zuckerwatte, verschiedenen Spielaktionen und Walters wunderbarem Zauberzirkus wurde kürzlich der 50. Geburtstag kräftig gefeiert.

Leiterin nahm Abschied von Kindern und Eltern


Außerdem hieß es an dem Tag für die Leiterin der Caritas-Einrichtung Sigrun Lippok Abschied von Kindern, Eltern und ihrem 27-köpfigen Team nehmen. Nach 31 Jahren geht sie in den Ruhestand. „Ich wollte schon mit vier Jahren Kitaleiterin werden“, erzählt Lippok den Eltern. „Es ist mein Traumberuf.“ Grund: Die studierte Diplom-Sozialpädagogin hatte die Leiterin ihres eigenen Kindergartens als gutes Vorbild. Jetzt mit knapp 65 Jahren will sie sich noch weiterhin sozial engagieren.

Zum Abschied dankt sie den Eltern für das Vertrauen und schenkt den Mädchen und Jungen ein Aprikosenbäumchen, welches sie – zur großen Freude der Kinder – gemeinsam mit ihnen einpflanzt.

Akzeptanz für Krippen angestiegen


Pädagogisch und gesellschaftlich hat sich in den Jahrzehnten viel verändert. So wurde in Niedersachsen ein Orientierungsplan – das ist eine Art Lehrplan – für die Kitas eingeführt. Außerdem benötigen Eltern inzwischen im Schnitt längere Betreuungszeiten für immer jüngere Kinder. „Wir hatten damals schon eine Krippe, früher fanden das alle unmöglich“, berichtet Lippok von ihren Erfahrungen. Heute ist das ganz anders. Die knappen Krippenplätze sind von den Eltern heiß begehrt und die Nachfrage nach Beratungsgesprächen und Besichtigungen der Kita steigen.

Auch baulich hat sich in den vergangenen 50 Jahren einiges getan. Bereits 1970/71 wurde die katholische Kindertagesstätte um einen Krippenbereich erweitert. 1974 wurde das Säuglingszimmer für die Allerkleinsten wegen zu geringer Nachfrage aufgelöst, dort entstand eine Kleinstgruppe mit zehn Kindern. 20 Jahre später stand dann ein großer Kindergartenumbau an: Aus dem Innenhof mit Springbrunnen wurde eine große Aula, aus dem Sport- und Schlafraum wurde ein Raum für eine neue Halbtagsgruppe.

Offen für Kinder aus allen Religionen


Die katholische Einrichtung ist offen für Mädchen und Jungen aller Religionen und Kulturen. Heute besuchen 111 Kinder verschiedener Religionen aus zehn Nationen die jeweils drei Krippen- und Kindergartengruppen. „Besonderer Wert wird bei uns auf Bewegung, Singen und Religionspädagogik gelegt", berichtet die Sozialpädagogin. Ein Extraprogramm wird für die Vorschulkinder geboten. Dazu zählen beispielsweise Waldtage, Experimente und Museumsbesuche.

„Zudem besteht seit neun Jahren eine Theatergruppe, die aus Eltern jetziger und ehemaliger Kitakinder sowie Erzieherinnen besteht“, erzählt Lippok stolz. Die Leitung der gut aufgestellen Kita übergibt sie an ihre bisherige Stellvertreterin Magdalena Mandrysch-Rudnik.


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