Breitband-Internet: Landkreis stellt Pächter vor

17. April 2018 von
Landrat Dr. Andreas Ebel und Dirk Moysich, Geschäftsführer net services GmbH & Co. KG, unterzeichnen den Pachtvertrag. Foto: Sandra Zecchino
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Gifhorn. Mit einer Investitionssumme von 60 Millionen Euro und einer Glasfaseranbindung bis an die Haustür hat sich der Landkreis beim Breitbandausbau einer großen Aufgabe gestellt. Nun konnte am heutigen Dienstag der Pächter für das Netz vorgestellt werden. Nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren bekam die net services GmbH & Co. KG den Zuschlag.

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„Mit der Auswahl des Pächters haben wir nun eine weitere wesentliche Etappe auf dem Weg zur flächendeckenden Glasfaserversorgung im Landkreis Gifhorn genommen“, kommentiert Landrat Dr. Andreas Ebel. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der net services GmbH & Co. KG und bin überzeugt, dass wir mit dieser Wahl den richtigen Betreiber für unser Netz gefunden haben. Vor allem mit der Entwicklungsidee eines auf den Landkreis Gifhorn ausgerichteten Vermarktungskonzeptes konnte net services GmbH & Co. KG im direkten Vergleich beeindrucken.“

Die net services GmbH & Co. KG mit Sitz in Flensburg ist ein Unternehmen der net group Beteiligungen, einem der führenden Spezialisten für Kommunikationsdienstleistungen in Deutschland. Die net services realisiert als unabhängiger Infrastruktur-Dienstleister mit einem bundesweiten IP-Netz innovative Lösungen rund um Breitband-Internet, IP-Telefonie und Digital-TV. Zu den Kunden zählen Kabelnetzbetreiber, Energieversorger – wie die Stadtwerke Wolfenbüttel – und City Carrier, die Wohnungswirtschaft sowie Ämter und kommunale Einrichtungen. Auf Basis von langfristig gepachteten Netzen werden Eigenmarken wie zum Beispiel komflat, Grafschafter Breitband oder Fiete.Net betrieben, um sowohl Privat- als auch Geschäftskunden mit Internet, Telefonie und TV zu versorgen. Die net services bietet ein Full Service-Betreibermodell bis hin zum Betrieb der Netzinfrastruktur.

Und genau das wird sie zukünftig für den Landkreis Gifhorn anbieten. Unter welchem Namen steht noch nicht fest. Denn der nächste Schritt wird der Aufbau und die Entwicklung einer regionalen Marke mit darauf zugeschnittenen Produkten sein. Doch was fest steht, ist das Aufgabenfeld. Als Pächter werden sie den Betrieb des Ringnetzes, samt der Betreuung und der Instandhaltung, übernehmen.

Wie geht es weiter?

Als nächstes geht es in die Feinplanung. Zusammen mit net services wird der Ist-Stand an bereits vorhandenen Infrastruktur, wie Glasfaserleitungen, die mit genutzt werden können, analysiert. Entsprechend dieser Ergebnisse werden bis zu zehn Cluster gebildet, in denen net services in Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den entsprechenden Kommunen eine Vorvermarktungskampagne durchführt. Bei einer Anschlussquote von mindestens 40 Prozent der Haushalte wird das Glasfasernetz in dem Cluster ausgebaut.

Doch ganz so schnell, wie es sich anhört, wird der Prozess leider nicht gehen. Für die Tiefbauarbeiten muss ein weiteres europaweites Ausschreibungverfahren durchgeführt werden. Das wird voraussichtlich im Mai gestartet und dauert ein halbes Jahr. Und wenn alles klappt, kann der Ausbau im ersten Cluster im IV Quartal beginnen, so Ebel.

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