GdP fordert von Fußballvereinen Konzept gegen gewalttätige Fans

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat zum Start der Sportministerkonferenz an diesem Donnerstag Bund, Länder, Vereine und die Deutsche Fußballliga aufgefordert, ein Konzept gegen gewalttätige Fans auszuarbeiten und ihnen keine Eintrittskarten mehr zu verkaufen.

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Polizei im Fußball-Stadion (Archiv)
Polizei im Fußball-Stadion (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Berlin. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat zum Start der Sportministerkonferenz an diesem Donnerstag Bund, Länder, Vereine und die Deutsche Fußballliga aufgefordert, ein Konzept gegen gewalttätige Fans auszuarbeiten und ihnen keine Eintrittskarten mehr zu verkaufen. Es brauche ein "Ultra-Konzept noch vor der Europameisterschaft", sagte Gewerkschaftschef Jochen Kopelke dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".


Darin müsse aufgezeigt werden, wie das permanente Abfeuern von Pyrotechnik in den Stadien und die wachsende Zahl von Übergriffen auf Anhänger anderer Vereine sowie auf Polizisten verhindert werden soll. Vereine und die Deutsche Fußballliga hätten die zunehmende Gewalt in den Stadien viel zu lange kleingeredet. "Mit der gefährlichen Kumpanei mit Gewalttätern muss endlich Schluss sein", so Kopelke. Er hält die vorhandenen Konzepte nicht für wirksam. Die entsprechenden Initiativen seien weder personell noch finanziell ausreichend ausgestattet.

"Zudem fehlt den Vereinen der Mut, sich von Ultra-Gruppierungen zu trennen, wenn sie permanent durch Gewaltexzesse auffallen", fügte der Gewerkschaftsfunktionär hinzu. "Dabei wäre es leicht, gewalttätigen Ultras den Zugriff auf die Eintrittskarten zu entziehen, ihre aufwendigen Choreografien nicht mehr zu unterstützen und ihnen keine Räume mehr unter den Tribünen zur Verfügung zu stellen, in denen sie Pyrotechnik und lange Fahnenstangen einlagern können."


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