Aus Pflegeheim getürmter Räuber weiter auf der Flucht

Der 71-Jährige war im August 2022 nach einem Ausflug verschwunden. Der Fahndungsaufruf vom Dezember wird nun erneuert.

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Symbolbild | Foto: Anke Donner

Goslar. Die Polizeiinspektion Goslar sucht weiterhin mit zwei Lichtbildern nach dem am 27. Juni 1951 in Hannover geborenen Friedrich S.. Der verurteilte Straftäter war in einem Pflegeheim in Clausthal-Zellerfeld untergebracht, in das er im August 2022 nach einem Ausflug nicht mehr zurückgekehrt war. Im Dezember hatte sich die Polizei erstmals mit ihrer Fahndung an die Öffentlichkeit gewandt. Nun tut sie dies in einer Pressemitteilung erneut.



Der unter Führungsaufsicht stehende Gesuchte wurde mit Urteil des Landgerichts Lüneburg vom 7. August 2009 wegen besonders schweren räuberischen Diebstahls in Tateinheit mit unerlaubten Führens einer Schusswaffe zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Zudem wurde die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt sowie die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung angeordnet.

Sicherungsverwahrung auf Bewährung


Das Landgericht Göttingen setzte am 15. Februar 2021 die Vollstreckung der weiteren Unterbringung in der Sicherungsverwahrung zur Bewährung aus. Dem Verurteilten wurde auferlegt, Wohnung und Aufenthalt in einem Pflegezentrum in Clausthal-Zellerfeld zu nehmen und diese nicht ohne Zustimmung der Behörden zu ändern sowie sich regelmäßig persönlich bei seiner Bewährungshelferin vorzustellen. Im August 2022 kehrte er nach einem Ausflug nicht mehr in das Pflegeheim zurück und brach den Kontakt zu den Behörden ab. Das zuständige Landgericht Göttingen erließ hierauf gegen den Gesuchten einen Sicherungs-Unterbringungsbefehl.

Im Rahmen der durchgeführten Fahndungsmaßnahmen konnte der Aufenthaltsort des Gesuchten bislang nicht ermittelt werden. Der Gesuchte ist zirka 1,80 Meter groß, hat eine hagere Statur, graue kurze Haare und trägt vermutlich einen Bart oder Dreitagebart.

Gesuchten nicht ansprechen!


Es wird darum gebeten, den Gesuchten im Fall eines Zusammentreffens nicht anzusprechen und umgehend die Polizei zu informieren. Hinweise zum Aufenthaltsort des Gesuchten nimmt die Polizei Goslar unter Telefon 05321/339-0 entgegen.

Warum sich die Polizei erst Monate Später an die Öffentlichkeit gewandt hat lesen Sie hier.


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