Lebenshilfe baut Rollstuhl-Parcours


Nadine Liebscher war die Erste, die den Parcours testete. Foto: Lebenshilfe Goslar
Nadine Liebscher war die Erste, die den Parcours testete. Foto: Lebenshilfe Goslar | Foto: Lebenshilfe Goslar

Goslar. Um mehr Bewusstsein für die Wichtigkeit von Barrierefreiheit zu schaffen, hat der Verein "Rampen für Goslar" einen mobilen Rollstuhlparcours in Auftrag gegeben. Gebaut wurde er von der Lebenshilfe.


Gesponsert wurde das Projekt von der Lebenshilfe und dem Sanitätshaus Werner und Habermalz. Die Idee zu dem Parcours hatten der Verein Rampen für Goslar und das Sanitätshaus Werner und Habermalz vom Mobilitätstag des Christian-von-Dohm-Gymnasiums mitgebracht, der im Sommer vergangenen Jahres stattfand.

Mit einer Vorlagen-Skizze wandten sie sich an die Holzverarbeitung der Lebenshilfe. Entstanden ist ein Parcours, der "absolut reif für eine Serienproduktion" wäre, lobte Peter König, Vorsitzender des Vereins Rampen für Goslar, die Arbeit von Lebenshilfe-Tischlermeister Mathias Gröne.

Aufgebaut ist der Parcours mehr als fünf Quadratmeter groß. Zusammengelegt passt er auf eine LKW-Palette. Die fünf Elemente lassen sich von zwei Personen tragen und sind durch das ausgeklügelte Stecksystem werkzeuglos zu montieren.

Nadine Liebscher, wegen einer Gehbehinderung auf den Rollstuhl angewiesen, machte den ersten Praxistest. "Ich finde es gut, dass Menschen ohne Behinderung jetzt mal erfahren können, auf welche Probleme wir immer wieder stoßen", lobte sie das Projekt. Und Dominik Werner, Geschäftsführer des Sanitätshauses Werner und Habermalz, ergänzt: "Es geht nicht nur um Rollstuhlfahrer; auch Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, stoßen im Alltag auf viele Barrieren."

Bleibt zu hoffen, dass der Verein Rampen für Goslar mit seinem Projekt Erfolg hat, und der Parcours das Bewusstsein nicht behinderter Menschen schärft, damit Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe selbstverständlich werden.

Erste Termine an denen der Parcours von Publikum ausprobiert werden kann, sind der Gesundheitstag der Lebenshilfe Goslar am 26. April und der Internationale Tag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.


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