SoVD kritisiert aktuelles GroKo-Rentenpaket

17. April 2018
Symbolfoto: pixabay
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Braunschweig. In einer Pressemitteilung kritisiert der SoVD-Kreisverband Braunschweig, dass bei aktuellen GroKo-Rentenpaket schon wieder die Erwerbsminderungsbestandsrentner leer ausgehen. Wir veröffentlichen die Mitteilung unkommentiert und ungekürzt.

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Aktuell berichten die Medien wieder drüber: die Erwerbsminderungsrente werde verbessert. Was viele nicht berichten ist, dass das die dritte Verbesserung der letzten Jahre ist, bei der die Bestandsrentner jedes Mal leer ausgehen, denn die Vorteile beziehen sich nur auf Neu-Rentner, die zeitlich nach dem neuen Gesetz ihre EM-Rente beantragen. Dabei sind die Zahlen dramatisch.

1.813.534 Erwerbsminderungsrentner gibt es in Deutschland. Der durchschnittliche Zahlbetrag ist 756 Euro im Westen, 771 Euro im Osten. Dabei gibt es viele Erwerbsminderungsrentner, die zusätzlich noch Grundsicherung beantragen müssen. In der Region Braunschweig sind das 11.914 Personen, in der Stadt Braunschweig 1.975 Personen, eine Steigerung um 400 Prozent seit 2003

Die Politiker argumentieren die Nicht-Berücksichtigung von EM-Bestandrentnern u. a. mit dem hohen Aufwand, da es mehrere verschieden Renten in diesem Bereich mit und ohne Abschlägen gäbe, so auch der Braunschweiger Bundestagsabgeordnete Carsten Müller. Ob das Argument im durch-digitalisierten Computer-Zeitalter allerdings wirklich begründet ist, kann man bezweifeln. Die Bundestagsabgeordneten und die Regierungsmitglieder werden allerdings mit mindestens rund 30 Prozent ihrer Bezüge im Falle einer Erwerbsminderung auch keine Grundsicherung beantragen müssen.

 

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