HBG-Projektwochen: Brasilien - mehr als nur die WM


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Wolfenbüttel. Zweieinhalb Wochen hat sich die Henriette-Breymann-Gesamtschule (HBG) Zeit für ihr Brasilienprojekt genommen. Ziel war es, dieses Land geographisch, sozio-kulturell und politisch zu begreifen, ohne den Fußball aus den Augen zu verlieren. Alle Schüler haben sich während dieser Zeit mit einem Jugendbuch, das in Brasilien spielt, und einem soziokulturellen oder naturwissenschaftlichen Thema beschäftigt. Dies wurde durch einen praktisch orientierten Workshop ergänzt, sodass jedes Kind mit allen Sinnen individuell arbeiten konnte.

Die Kinder Brasiliens und ihre Lebensverhältnisse standen in vielen Angeboten im Mittelpunkt und die Schülerinnen und Schüler waren betroffen von den Lebensverhältnissen vieler Gleichaltriger, die sich ihren Lebensunterhalt durch harte Arbeit, Betteln oder auch kriminelle Aktivitäten verdienen müssen. Dabei beeindruckte die Schülerinnen und Schüler besonders der große Unterschied zwischen Armen und Reichen, da wenige Menschen dort so viel mehr besitzen als der Großteil der übrigen Bevölkerung.

Der faszinierenden Welt des Regenwaldes näherten sie sich durch künstlerische Aktivitäten oder wissenschaftliches Arbeiten. Aktiv setzten sie sich mit der Geographie Brasiliens auseinander, indem sie beispielsweise die unterschiedlichen Stadien dieses großen Landes aufspürten und kreativ nachbauten, einen Reiseführer erstellten oder die Vielfalt der Küche erschlossen und erkochten.

Natürlich wurde auch Fußball geboten, allerdings hier nicht nur als Trainingslager, sondern auch durch eine intensive Auseinandersetzung mit der Fußballkultur Brasiliens. Zudem wurde ein abschließendes Fußballturnier geplant und durchgeführt. Dies wurde in die große „Brasilianische Nacht“ eingebaut, die die Projektwochen abschloss.

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Den Eltern, Verwandten und Freunden wurden die Ergebnisse präsentiert. Foto: Privat



Am Mittwoch letzter Woche war es dann so weit: Ab 17.00 wurden den Eltern, Verwandten und Freunden die Ergebnisse präsentiert. Man konnte sich unter anderem anhand von Plakaten über Fauna und Flora informieren, sich durch Sambamusik mit eigens hergestellten Instrumenten mitreißen lassen, virtuell in den Regenwald eintauchen, brasilianisch essen, Theater und Filme anschauen, selbst hergestellte Fanartikel bewundern.

Ab 19.00 lief das große Turnier mit 80 Aktiven. Hier spielten nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch Eltern, Geschwister und Lehrer.. Es wurde in bunt gemischten Mannschaften hart gekämpft und fair gespielt. Doch noch war die Nacht nicht zu Ende: Fast 180 Zuschauer analysierten bei der anschließenden Fußballübertragung den Endspielgegner Deutschlands ganz genau. Es wurde angefeuert, gefachsimpelt und rhythmisch begleitet, denn die Stimmung wurde durch selbst hergestellte Klangkörper angeheizt. Fast alle, die es bis nach Mitternacht ausgehalten hatten, verbrachten die Nacht in der Schule und bekamen am nächsten Morgen vom Eltern- und vom Förderverein ein leckeres Frühstück. Viele Eltern hatten schon für ein sehr reichhaltiges Buffet am Abend gesorgt, das die „Brasilianische Nacht“ zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten abrundete.


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