Öffentliche Trinkbrunnen würden rund 22.000 Euro kosten

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Die Verwaltung legt ihre Untersuchungsergebnisse zum Thema Trinkbrunnen im öffentlichen Raum vor. Symbolfoto: pixabay
Die Verwaltung legt ihre Untersuchungsergebnisse zum Thema Trinkbrunnen im öffentlichen Raum vor. Symbolfoto: pixabay

Wolfenbüttel. Im September wurde die Verwaltung durch den Rat der Stadt beauftragt, eine mögliche Einrichtung von Trinkbrunnen im öffentlichen Raum zu prüfen. Die Ergebnisse liegen nun vor und werden dem städtischen Bauausschuss in seiner Sitzung am kommenden Dienstag präsentiert. Eine klare Handlungsempfehlung gibt es aber noch nicht.


Trinkbrunnen im öffentlichen Raum seien in zahlreichen deutschen und europäischen Städten in jüngster Zeit eingerichtet worden. "Aus dem aktuellen Angebotskatalog eines Herstellers ergeben sich Modellbeispiele in einer Preisklasse von 6.000 bis 11.000 Euro pro gelieferte Einheit. Weitere Kosten entstehen für Planung, Aufstellung und Montage, Wasser- und Abwasseranschluss in Abhängigkeit vom Aufstellort in voraussichtlich mindestens gleicher Höhe, sodass pro Einheit mit Kosten von mindestens 22.000 Euro zu rechnen ist", so die Verwaltung.

Für die laufenden Kosten habe die Verwaltung noch keine Daten. Neben Wasser- und Abwassergebühren sei hier mit Aufwand für Reinigung, Wartung und Reparatur zu rechnen. Eine Suche nach Sponsoren zur Investitionsfinanzierung sei bislang noch nicht durchgeführt worden.

Hier könnten die Brunnen stehen


Die Verwaltung habe einige mögliche Standorte in der Innenstadt geprüft, von denen aber nur zwei als geeignet scheinen: südlicher Stadtmarkt und Lange Herzogstraße (West- oder Mittelabschnitt) im Zuge der weiteren Bauabschnitte des Fußgängerzonenausbaus.

Einer der Gründe, die hinter dem Antrag zur Errichtung der Brunnen steht, ist die Vermeidung von Plastikmüll durch PET-Flaschen. Bisher lägen keine empirischen Untersuchungen vor, inwieweit das Serviceangebot „Öffentliche Trinkbrunnen“ zur Reduzierung der PET-Flaschen beiträgt, so die Verwaltung. Aber die Errichtung öffentlicher Trinkwasserbrunnen biete einen wertvollen Beitrag zum einen als Teil der Daseinsvorsorge, zum anderen als nachhaltige und umweltfreundliche Alternative zum Gebrauch von Plastikflaschen.

Wie nun die Politik mit den Ergebnissen der Untersuchung umgeht, wird sich zeigen.

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