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1. Mai: Keine DGB-Kundgebung in Peine



Peine

1. Mai: Keine DGB-Kundgebung in Peine

Aufgrund der hohen Inzidenz-Werte verzichtet der Gewerkschaftsbund auf eine Präsenzveranstaltung. Aber es gibt digitale Formate zum Tag der Arbeit.

Präsenzveranstaltungen zum 1.Mai dürften in diesem Jahr eher die Ausnahme sein.
Präsenzveranstaltungen zum 1.Mai dürften in diesem Jahr eher die Ausnahme sein. Foto: Rudolf Karliczek

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Peine. Die am 1. Mai auf dem Peiner Marktplatz geplante DGB-Kundgebung, an der als Rednerin die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Laura Pooth, und der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Peiner Klinikums, Markus Ritter, vorgesehen waren, fällt aus. Das teilt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Kreis Peine in einer Pressemitteilung mit. „Der DGB Peine zieht die Corona-Notbremse. Peine ist eine Hochinzidenz-Kommune. Solidarität heißt in diesem Jahr: Kontakte reduzieren“ so Peines DGB-Chef Frank Raabe- Lindemann.



Dennoch haben die Gewerkschaften eine Botschaft: Niemand kann die Pandemie allein bewältigen. Insbesondere in Zeiten der Krise ist Solidarität wichtiger denn je. Denn durch gemeinsames Handeln können Wege für eine gute Zukunft gefunden werden. Darum steht Solidarität auch im zweiten Jahr unter Corona- Bedingungen am 1. Mai im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Solidarität ist Zukunft“ rufen die Gewerkschaften zum Tag der Arbeit auf.

"Das Schlimmste konnten wir verhindern"


„In der Corona-Krise haben wir schnelles und entschlossenes Handels gezeigt. Gesundheit schützen, Beschäftigung sichern, wirtschaftlichen Absturz verhindern – darum ging und geht es seit Ausbruch der Pandemie. Wir Gewerkschaften haben gemeinsam mit den Betriebs- und Personalräten für die nötigen politischen Antworten gesorgt. Viele Beschäftige leiden schwer und immer schwerer unter den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise. Und doch – das Schlimmste konnten wir verhindern. In den meisten Branchen und zahllosen Unternehmen haben wir verhindert, dass die weltweite Verbreitung des Virus die Menschen ihrer Existenzgrundlagen beraubt. Wir haben gemeinsam gezeigt, was Solidarität heißt“, sagt Raabe-Lindemann.


Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) plant sowohl Präsenzveranstaltungen als auch digitale Formate. Überall dort, wo es die Corona-Situation zulässt, gehen die Gewerkschafter auf die Straße. Natürlich unter den gebotenen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen. Im Internet unter www.dgb.de/erstermai wird es am 1. Mai ab 14 Uhr zudem wieder einen Livestream aus der Bundeszentrale des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit mit einem abwechslungsreichen Programm aus Politik und Kultur, mit Talks und Mitmachaktionen geben.

Countdown zum 1. Mai


Der DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt hat zwei Wochen vor dem Tag der Arbeit auf seinen Online-Kanälen auf Facebook und Instagram einen Countdown zum 1. Mai gestartet. Die Menschen zeigen auf Fotos, wie sie sich auf zum 1. Mai machen. Daraus wird eine virtuelle Demonstration erstellt, die der DGB am 1. Mai auf seinen Social-Media- Kanälen und seinen Websites postet.

Peines DGB-Vorsitzender Raabe-Lindemann ist überzeugt, dass Solidarität in diesem Jahr wichtiger denn je ist: „Solidarität ist das Mittel gegen Hetze und Spaltung, sie verhindert die Ausgrenzung von Menschen und nimmt ihnen die Angst, zurückgelassen zu werden. Sie hilft gegen die extreme Rechte und Verschwörungstheorien. Solidarität ist das Fundament der Demokratie. Am Tag der Arbeit reden wir darüber – vor Ort und digital.“


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