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Wolfenbüttel: 100. Jahreshauptversammlung: WSV blickt auf besonderes Jahr zurück



Wolfenbüttel

100. Jahreshauptversammlung: WSV blickt auf besonderes Jahr zurück

In diesem Jahr sei der Sport Corona-bedingt erneut sehr kurz gekommen, berichtet der WSV.

Leon Bischoff, Nico Förster (Sportler des Jahres), Peter Waldmann (Wasserballer des Jahres), Kristopher Wilkens, Maurice Waldmann
Leon Bischoff, Nico Förster (Sportler des Jahres), Peter Waldmann (Wasserballer des Jahres), Kristopher Wilkens, Maurice Waldmann Foto: WSV

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Wolfenbüttel. Am vergangenen Freitag trafen sich die Mitglieder des Wolfenbütteler Schwimmverein zu ihrer 100. Jahreshauptversammlung. Dabei blickte man auf ein erneut ungewöhnliches Jahr zurück. Denn auch in diesem Jahr sei der Sport - coronabedingt - viel zu kurz gekommen.



Am Freitag fand vor der Kulisse des Fümmelsee die 100. Jahreshauptversammlung des Wolfenbütteler Schwimmvereins statt. Wie im letzten Jahr wurde die Veranstaltung auf dem Eventgelände durchgeführt. Bei strahlendem Sonnenschein konnte Leon Bischoff seine Mitglieder begrüßen. Die Ehrenmitglieder und Ehrenvorsitzenden waren der Einladung gefolgt, lediglich Wilhelm Schmidt ließ sich entschuldigen. Allerdings war er im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums bereits in der ersten Hälfte des Jahres häufig am Fümmelsee zu sehen und stand dem Vorstand mit Rat und Tat zur Seite.

In diesem Jahr sei der Sport Corona-bedingt erneut sehr kurz gekommen, berichtet der WSV. Besonders bei den Wassersportarten sei langer Atem gefragt gewesen, während einige andere schon etwas eher wieder starten konnten. Da sei es eine glückliche Fügung gewesen, dass man den Fümmelsee habe. Die Schwimmer, Taucher, Triathleten, Rettungsschwimmer und Wasserballer hatten hier nach der Öffnung wieder die Möglichkeit zu trainieren, was für viele andere Vereine, die kein eigenes Freibad haben, nicht so einfach möglich war.



Allerdings sei jede Aktion, jedes Training, jedes Treffen mit viel Planung und Aufwand verbunden gewesen. Man wusste nie, was am Ende wirklich stattfinden konnte. Bischoff brachte es auf den Punkt: „Corona heißt für uns vor allem ins Ungewisse zu planen.“ Umso erfreulicher, dass der Fümmelsee-Triathlon stattfinden konnte.

Die Ungewisse Planung war vor dem Hintergrund der Kontaktbeschränkungen nochmal erschwert. „Wann darf man sich mit wem Treffen?“. Diese Frage habe man sich oft stellen müssen. Zum Glück habe der Verein bereits vor Corona in die Digitalisierung investiert und dies im letzten Jahr weiter vorangetrieben. Das RFID-Schließsystem sei dann im wahrsten Sinne des Wortes ein Schlüssel für den Erfolg gewesen. Zum Beispiel die Nutzung von Kraftraum und Turnhalle sei nur aufgrund dieser Funktion möglich gewesen. Dabei habe man sich mit der Anschaffung vor Corona schwergetan, weil die Kosten nicht unerheblich waren. Aber diese Investition habe sich gelohnt. Doch auch in anderen Bereichen sei der WSV 21 anderen Vereinen voraus. Online-Besprechungen, Video-Training und das Arbeiten in der Cloud sind bei uns Bestandteil der Arbeit.


Am Fümmelsee gab es in diesem Jahr einige Baustellen. Wie Bischoff betonte, hatte man „nach langjährigem Suchen“ endlich jemanden gefunden, der die Rutsche neu lackierte. Das Ergebnis ist allseits bekannt. Inzwischen ist die Rutsche wieder nutzbar und das blau kommt in Kombination mit dem Fliegenpilz sehr gut an. Die Resonanz ist durchweg positiv. Nicht so positiv wurden die Zerkarien aufgenommen. Diese bereiteten uns besonders zum Saisonbeginn Kopfzerbrechen. Besonders, weil man eigentlich nichts tun konnte. Das Thema wurde in der Presse und den sozialen Netzwerken umfangreich diskutiert. Zwar ist die schlimme Phase schon länger vorbei, einzelne Badegäste hatten aber auch vor kurzem noch Stiche. Das ist aber zum Glück die Ausnahme.

Erfreuliche Mitgliederversammlung


Erfreulich in jedem Fall sei die Mitgliederentwicklung. Corona-bedingte Austritte hatten wir im WSV 21 nicht. Da zeige sich, dass der Verein eine gewachsene Struktur hat und das Angebot für die Mitglieder attraktiv sei.

Einige der Mitglieder verdienen eine besondere Ehrung, heißt es in dem Bericht des WSV. In diesem Jahr wurde Peter Waldmann zum Wasserballer des Jahres gekürt. Zwar fanden keine sportlichen Wettkämpfe statt, aber Peter hatte trotzdem viel Arbeit. Er trieb das online Sportangebot inhaltlich maßgeblich voran und holte sogar noch den Nachwuchsstützpunkt Wasserball des Bezirks Braunschweig nach Wolfenbüttel. Natürlich ist war dies – wie im Wasserballsport üblich – eine Teamleistung, bei der neben Wasserballwart Kristopher Wilkens und Jugendtrainerin Julia Jürges viele weitere eine Rolle gespielt haben. Aber mit seinem unermüdlichen Einsatz hat Peter diese Auszeichnung mehr als verdient.

Nico Förster ist Sportler des Jahres


Damit eng verbunden war auch die Auszeichnung Sportler des Jahres. Nico Förster, Abteilungsleiter Rettungsschwimmer, tat maßgeblich zu diesem Erfolg bei. Mit seinem Know-How und viel Einsatz habe er die technischen Möglichkeiten geschaffen, um die Online-Angebot überhaupt zu ermöglichen. Zudem kümmere er sich um die Buchungen der Turnhalle, das Zugangssystem und vieles mehr.

Neuer Vorstand beim WSV


Zum 100-jährigen Bestehen des Vereins wurden der Vorstandsvorsitzende und der Vorsitzende für Sport neu gewählt. In beiden Fällen stellten sich die Amtsinhaber der Widerwahl. Einstimmig wurde Leon Bischoff zum Vorstandsvorsitzenden gewählt. Auch Maurice Waldmann kam ohne Gegenstimmen direkt wieder ins Amt. Weiterhin wurde Ingo Hasselbach als alter und neuer Leiter der Tennisabteilung (die Wahl fand bereits im Vorfeld statt) bestätigt.

Für die Verköstigung vor Ort sorgte wie im letzten Jahr das Team der Fümmelsee-Terrassen um Andrea und Dirk. An dieser Stelle ein großer Dank. Dabei hätte die Veranstaltung sehr gut in den frisch renovierten Räumlichkeiten der Fümmelsee-Terrassen stattfinden können. Gemeinsam mit Andrea und Dirk hat der Verein den Räumen nicht nur einen neuen Anstrich gegeben, sondern umfassend umgebaut. Es ist wirklich schön geworden. Dabei ist der Einsatz von Andrea und Dirk hervorzuheben. Beide haben viel Zeit, Arbeit und Geld in den Umbau investiert und würden dafür eigentlich auch eine Auszeichnung verdienen.


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