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22 Erzieherinnen hospitierten bei der Lebenshilfe



Wolfenbüttel

22 Erzieherinnen hospitierten bei der Lebenshilfe


Petra Winter (links) und Annette Scheunemann (Zweite von links) aus Uehrde hospitierten im Lebenshilfe-Kindergarten Siebenstein in der Schmetterlingsgruppe, wo die Erzieherin Wiebke Tolle (rechts) den Kindern ein Bilderbuch zeigt. Foto: Lebenshilfe
Petra Winter (links) und Annette Scheunemann (Zweite von links) aus Uehrde hospitierten im Lebenshilfe-Kindergarten Siebenstein in der Schmetterlingsgruppe, wo die Erzieherin Wiebke Tolle (rechts) den Kindern ein Bilderbuch zeigt. Foto: Lebenshilfe

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Wolfenbüttel. 22 Kolleginnen aus Stadt und Landkreis Wolfenbüttel hospitierten bei den Einrichtungen der Lebenshilfe - dem Heilpädagogischen Kindergarten Siebenstein und dem Sprachheilkindergarten Löwenzahn. „Wir haben sogar noch weitere Anmeldungen erhalten, so dass wir nächste Woche noch einen Termin anbieten werden“, berichtet Karin Bartholomäus, Leiterin des Siebensteins.

Für die Erzieherinnen aus den Regel-Kindergärten ging es darum, die Arbeit mit Kindern mit Behinderungen kennenzulernen. „Die Arbeit ist gar nicht so verschieden. Es ist nur teilweise intensiver“, findet beispielsweise Christiane Oelmann aus dem Kindergarten Oderwald, die derzeit eine Fortbildung zur Inklusion besucht. Sie hatte jetzt im heilpädagogischen Kindergarten hospitiert. Besonders beeindruckt habe sie der Umgang mit einem Kind mit Autismus. „Ich war überrascht, dass er sehr kontaktfreudig war. Oft hört man, Autisten würden sich eher zurückziehen“, sagt Oelmann. „Ich wollte mich über die zahlreichen Fördermöglichkeiten informieren“, sagt Petra Winter von den Uehrder Kobolden aus der Samtgemeinde Schöppenstedt, die ebenfalls im Siebenstein hospitierte. Sie habe vieles gelernt, was sie jetzt in ihrem Kindergarten-Alltag anwenden werde. Begeistert äußerte sie sich über die kleinen Gruppen. „Das ist eine ideale Betreuungssituation“, findet sie.

Schwellenängste abbauen


Viele Kindergärten haben bereits Kontakt zur Lebenshilfe, weil sie in Einzelfällen Eltern dazu raten, ihr Kind dort betreuen zu lassen. „Jetzt wollte ich diese Einrichtung näher kennenlernen. So kann ich Eltern noch besser beraten“, sagt Michaela Mühe, Leiterin des Kindergartens Inselweg in Schladen. Auch Ricarda Roberts nutzte die Gelegenheit, mehr über den Lebenshilfe-Kindergarten zu erfahren. „Im Gespräch mit Eltern möchte ich erste Schwellenängste zum Thema Lebenshilfe abbauen. Dafür ist es gut, noch mehr über die Einrichtung zu wissen“, sagt die Erzieherin vom Kindergarten in Salzdahlum.

Matschraum


„Ich empfehle den Eltern von Kindern mit Sprachauffälligkeiten oft, die offene Sprechstunde des Kindergartens Löwenzahn zu besuchen“, berichtet Gabi Fischer aus einem Kindergarten in Sickte. Auch sie wollte die Chance nutzen, die Einrichtung, die sie schon so häufig empfohlen hat, näher kennenzulernen. „Wir haben in unserem Kindergarten immer mehr Kinder, die Sprachauffälligkeiten aufweisen“, betont sie zudem. Einige Fördermethoden konnte sie sich nun bei den Kolleginnen der Lebenshilfe abschauen. „Besonders faszinierend finde ich den Matschraum. Dort haben die Kinder eine ganzheitliche Erfahrung“, erzählt Fischer. Sie werde jetzt versuchen, einen solchen Raum in ähnlicher Weise auch in ihrem Kindergarten einzurichten.


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