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2,8 Millionen Zuschuss für den Flughafen

von Robert Braumann


Rund um den Flughafen sind viele Arbeitsplätze entstanden und Firmen haben sich Niedergelassen. Foto: Sina Rühland
Rund um den Flughafen sind viele Arbeitsplätze entstanden und Firmen haben sich Niedergelassen. Foto: Sina Rühland Foto: Sina Rühland

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14.05.2016




Braunschweig. Flughafen-Chef Boris Gelfert rechnet im dritten Teil und letzten Teil unseres Interviews vor, warum ein Betriebsmittelzuschuss von insgesamt rund 2,8 Millionen Euro nicht zu vermeiden ist und am Ende sogar Geld in die Kasse der Kommunen spült.

Im Gespräch mit regionalHeute.de erklärte er, dass kein Flughafen allein über den Flugbetrieb die Kosten decken könne. Sicherlich habe der Betriebsmittelzuschussbedarf in den vergangenen Jahren zugenommen, doch sei er nun relativ stabil bei 2,8 Millionen Euro. Ohne Zuschüsse würde es nicht gehen, sagt Gelfert. „Viele Verkehrsflughäfen machen ihr Geschäft mit anderen Dingen wie Parkplätzen und Einkaufsmöglichkeiten vor Ort. Das geht natürlich bei uns nicht. Wir haben eben keine eigenen weiteren Vermarktungsmöglichkeiten und auch gar nicht die Fläche dazu.“



"Das Geld fließt zurück"


Gutachten würden aber zeigen, dass der Betrieb des Flughafens volkswirtschaftlich ein Gewinn sei. „Der allgemeine infrastrukturelle Nutzen ist absolut da. Weil der Flughafen für die Mobilität der ganzen Region sorgt.“ Die ungefähr 300 Millionen EUR Bruttowertschöpfung, die rund um den Flughafen jährlich generiert würden, sorgten für ein Steueraufkommen in den Kommunen von rund 9,8 Millionen EUR. 





Boris Gelfert, Geschäftsführer. Foto: BWE


„Für jeden Euro an Zuschussmitteln kommen also drei Euro in die Kommunen zurück“, rechnet Gelfert vor. Dazu mache der Flughafen den Standort attraktiv für Unternehmen und die Forschung mit rund 2.800 Arbeitsplätzen vor Ort. „Die Piste ist die Plattform; weil der Verkehrsflughafen vor Ort ist, können auch Unternehmer und Forscher hier arbeiten. Wir haben Anteil an der Strahlwirkung des „Forschungsflughafens“ und fördern gleichzeitig die Bedingungen für mehr Steuereinnahmen und Investitionen. Eine Symbiose, die sich lohnt“, schließt der Geschäftsführer.



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