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Tag des Waldes - Was gibt es zu entdecken?


Der 21. März ist Tag des Waldes. Symbolfoto: Alec Pein
Der 21. März ist Tag des Waldes. Symbolfoto: Alec Pein Foto: Alec Pein

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21.03.2016




Goslar. Passend zum Frühlingsanfang am Sonntag weist die Waldschutzorganisation PEFC Deutschland e.V. auf den Tag des Waldes am heutigen Montag, den 21. März hin: Im Wald gibt es einiges zu entdecken - ganz besonders in dieser Jahreszeit.

Zum Tag des Waldes weist PEFC auf einige Naturereignisse und -schönheiten hin, auf die es sich beim Frühjahrsspaziergang im Wald zu achten lohnt:

Die Waldlieblinge des Jahres


Wer seinen Spaziergang außerhalb des Waldes beginnt, kann auf den Baum des Jahres, den Feld-Ahorn, den Vogel des Jahres, den Habicht, und auf das Wildtier des Jahres, den Feldhasen, treffen. Es gibt sogar ein Waldgebiet des Jahres, den Grunewald bei Berlin. Und aus dem PEFC-Wettbewerb "Waldhauptstadt 2015" ging Ilmenau im Thüringer Wald als Sieger hervor.

Luftakrobaten


Was brummt denn da? Steigen die Temperaturen, gehören Hummeln zu den ersten Luftakrobaten an Waldrändern und Lichtungen. Den Winter haben sie im Boden in bis zu 30 Zentimetern Tiefe verbracht. Auch (Wild-)Bienen suchen jetzt an Weiden und Haselsträuchern Pollen.

Lederblümchen


Wenn sich im Wald ein blauer Teppich ausbreitet, verdanken wir das den Leberblümchen. Sie verzaubern die Wälder seit Millionen Jahren – sie sind acht Mal älter als die Menschheit.

Wildkräuter


Viele Wildkräuter kann man essen, darunter Bärlauch, Brennnessel, Löwenzahn und Wiesenschaumkraut. Für die eigene Mahlzeit darf man sie (mit wenigen Ausnahmen) auch pflücken. Aber Vorsicht: Hier sind wegen der Verwechslungs- und Vergiftungsgefahr gute Kenntnisse erforderlich.

Neues am Waldboden


Überall im Wald keimen jetzt Samen auf – oftmals weit entfernt von den Bäumen, von denen sie im Herbst gefallen sind. Seine natürliche Verjüngung verdankt der Wald unter anderem dem Eichhörnchen und anderen Vorratssammlern, die nicht alle Winterreserven wiedergefunden haben.

Die Birke


Als erster Laubbaum zeigt hierzulande die Birke ihr Frühlingskleid. Sie ist auch bei der Wiederbewaldung von Brachflächen die erste und bereitet anderen Baumarten den Weg.

Und was noch?


Bis zu einer Million weiße Blüten könnte man, wenn man die Muße hätte, an Vogelkirschen im Wald zählen. Sie ziehen viele Insekten an, darunter die Maikäfer. Die Lärche ist nun wieder "komplett" – als einziger heimischer Nadelbaum hatte sie im Winter ihre Nadeln abgeworfen. Wenn’s im Frühlingswald fiept, flitzen Mäuse durchs Unterholz. Oder doch nicht? Waldspitzmäuse sind gar keine echten Mäuse. Wie Maulwurf und Igel gehören sie zur Ordnung der Insektenfresser. Meist unauffällig bauen mehr als 100 Brutvogelarten ihre Nester und Höhlen in den Bäumen. Manche aber machen dabei zumindest akustisch auf sich aufmerksam, allen voran Bunt- und Schwarzspecht. Sie lieben abgestorbene Bäume, die von Käfern und Maden besiedelt werden. In PEFC-Wäldern ist solches „Biotopholz„ fester Bestandteil des Ökosystems. Manche Insekten allerdings stellen sowohl den Wald als auch die Spaziergänger vor Probleme. Eine besondere Gefahr geht mancherorts von Eichen- und Kiefernprozessionsspinnern aus. Eine einzige gefräßige Raupe besitzt bis zu 600.000 Gifthaare mit Widerhaken, die sie „abfeuern„ kann. Von Gespinstnestern daher lieber fernbleiben! In einem nachhaltig bewirtschafteten Wald gehören sie zum Erscheinungsbild: die Holzpolter. Klettern ist darauf untersagt. Stattdessen lassen sich in ihrem Schutze Erdkröten, Grasfrösche oder Blindschleichen beobachten.


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