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50 Jahre gelber Tennisball - TU Braunschweig war an Entwicklung beteiligt

Vorher wurde mit weißen Bällen gespielt. Die TU Braunschweig untersuchte und entwickelte die gelbe Farbe

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay (Public Domain)

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22.12.2020

Braunschweig. Die Vorteile der gelben Farbe von Tennisbällen haben Mitarbeitende der Technischen Universität Braunschweig mit experimentellen Versuchsreihen vor 50 Jahren wissenschaftlich bestätigt. Martin Sklorz, der ehemalige Leiter des Sportzentrums, initiierte damals die Farbforschungen, an denen die Physik, die Psychologie, die Photogammetrie und die Kartographie beteiligt waren. 1970 wurde bei der Deutschen Tennis-Meisterschaft der gelbe Tennisball erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Dies berichtet die TU Braunschweig in einer Pressemitteilung.



Weiß – seit Erfindung des Tennis im 19. Jahrhundert hätten die Spielbälle nur diese Farbe gekannt. In einer psychologischen Studie der TU Braunschweig zu Reaktionsgeschwindigkeiten auf optische Reize wären daher ebensolche Exemplare verwendet worden. Studierende sollten auf Tennisbälle reagieren. Das damalige Institut für Leibesübungen sei an der Studie beteiligt gewesen und unterstützte die Versuche.

Eine Frage führte zu weiteren Forschungen


Im Anschluss an die Versuche sei die Frage aufgekommen, wieso mit weißen Tennisbällen, einer nicht optimalen Farbe, gespielt wurde. Diese Frage sei der Auslöser für Forschungen durch ein Team von Professoren der TU Braunschweig aus den Bereichen Psychologie, Physik, Photogammetrie und Kartographie und dem Institut für Leibesübungen gewesen. Weiße Tennisbälle wären mit andersfarbigen Bällen in experimentellen Versuchsreihen verglichen und auf ihre Spieleigenschaften untersucht worden.

Gemeinsam mit dem Deutschen Tennis-Bund und der Firma DUNLOP habe das Institut der TU Braunschweig schließlich den heutigen gelben Tennisball entwickelt. Dieser hätte sich in den Experimenten auf den verschiedenen Spielbelägen der Sportart mit seiner leuchtenden Farbe als optimaler Spielball erwiesen. Visuell wären die gelben Tennisbälle für das menschliche Auge sehr viel besser wahrzunehmen, besonders im peripheren Blickfeld. Der gute Kontrast zum Spiel- und Hintergrund habe zudem nicht nur Vorteile für die Spielerinnen und Spieler geboten, sondern auch für die Farbfernsehkameras bei den TV-Übertragungen.

Nach der erstmaligen Vorstellung bei der Deutschen Tennis-Meisterschaft 1970 sei der gelbe Tennisball 1972 in das Regelwerk der International Tennis Federation (ITF) aufgenommen worden und habe damit offiziell seinen weißen Vorgänger abgelöst.


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