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50/60er-Jahre-Ausstellung wird verlängert

von Jan Borner


Museumspädagogin Cortina Teichmann und Leiterin des Museums Dr. Sandra Donner mit Beatrix Kolb und Elena Zunker von der KuBa-Kultur-Halle. Foto. Jan Borner
Museumspädagogin Cortina Teichmann und Leiterin des Museums Dr. Sandra Donner mit Beatrix Kolb und Elena Zunker von der KuBa-Kultur-Halle. Foto. Jan Borner

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09.02.2016


Wolfenbüttel. "Die Ausstellung ist für uns ein großer Erfolg", freut sich Dr. Sandra Donner, Leiterin des Museums im Schloss. Die Sonderausstellung „Wolfenbüttel in den 50er und 60er Jahren“ soll deshalb um fast zwei Monate bis zum 22. Mai verlängert werden. Mit einem 50er-Jahre-Revue und zwei Kinovorstellungen geht die Ausstellung nun auch über die Räumlichkeiten des Museums im Schloss hinaus und erweckt die 50er Jahre auch noch im Filmpalast und in der KuBa-Kultur-Halle zum Leben.

Rund 5.000 Besucher konnte die Sonderausstellung zu den 50er und 60er Jahren mittlerweile bereits verbuchen. Das seien doppelt so viele wie im letzten Jahr, berichtet Sandra Donner. Vor allem viele Einzelbesucher würde die Ausstellung in das Museum im Schloss locken. Vor allem durch die Rückmeldungen der Besucher könne man merken, dass die Leute sehr bewusst durch die Ausstellung gehen würden und sich anregen lassen. Viele würden sich nämlich im Anschluss an ihrem Besuch beim Museum melden und noch eigene Objekte aus der Zeit für die Ausstellung zur Verfügung stellen, erklärt die Museumsleiterin. Diese Bürgerbeteiligung sei auch in gutes Zeichen für das geplante Bürgermuseum, betonte Dr. Sandra Donner. Aufgrund des Erfolgs der Ausstellung soll diese nun noch um knapp zwei Monate bis zum 22. Mai verlängert werden.

50er-Jahre-Revue


Um die 50er Jahre auch noch an anderen Orten wieder zum Leben zu erwecken, sind nun noch Nebenveranstaltungen in der KuBa-Kultur-Halle und im Filmpalast geplant, beides Gebäude, die selbst in den 50er Jahren errichtet worden seien. Zunächst ist am 12. März eine 50er-Jahre-Revue mit dem Titel "Schwarz-Rot-Petticoat" in der KuBa-Kultur-Halle geplant. Als eine Art musikalische Zeitreise soll die Veranstaltung die Besucher in die Anfangsjahre der Bundesrepublik zurückführen. Neben einem Mix aus Theater und Musikeinlagen nach einer Originalproduktion des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden sollen die 50er Jahre auch kulinarisch nachempfunden werden. Die KuBa-Halle sei dafür der ideale Ort, betont Beatrix Kolb vom Forum Kultur. Schließlich komme das Gebäude selbst aus den 50ern und mit der richtigen Dekoration sei das Jahrzehnt perfekt repräsentiert. Karten für die Veranstaltung gibt es im Museum Schloss für 15 Euro, bei www.eventim.de für 15 Euro zuzüglich Gebühren und, falls noch Karten übrig sind, an der Abendkasse für 18 Euro.

Die 50er im Kino


Aber auch im Filmpalast sollen die 50er wiederbelebt werden. Am Donnerstag, 7. April, soll dafür um 19 Uhr der Film "Der Pauker" gezeigt werden. Der Kultfilm mit Heinz Rühmann war Ende der 50er einer der erfolgreichsten Unterhaltungsfilme in Deutschland. Eine Woche später, am 14. April wird es hingegen etwas skandalträchtiger. Der sozialkritische Film "Das Mädchen Rosemarie" aus dem Jahr 1958 orientiert sich an einem der spektakulärsten Kriminalfälle der 50er: Der Fall von der Frankfurter Edelprostituierten Rosemarie Nitribitt, zu deren Kundschaft Prominente aus Politik und Wirtschaft gezählt haben sollen und die 1957 ermordet wurde. Zu beiden Vorstellungen sollen außerdem besondere Drinks der 50er Jahre erhältlich sein.


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