Sie sind hier: Region >

708 Flüchtlinge aus 26 Ländern leben in Wolfenbüttel



Wolfenbüttel

708 Flüchtlinge aus 26 Ländern leben in Wolfenbüttel

von Anke Donner


Derzeit sind in der Stadt Wolfenbüttel 708 Flüchtlinge untergebracht. Symbolfoto: Jan Borner Foto: Jan Borner

Artikel teilen per:

Wolfenbüttel. Die Stadtverwaltung klärt im kommenden Ausschuss für Jugend und Soziales am 29. September über die aktuelle Situation zur Aufnahme und Unterbringung sowie zur Unterstützung von Flüchtlingen auf.



So wird die Verwaltung mitteilten, dass die Stadt Wolfenbüttel seit November 2013 insgesamt 1.045 Flüchtlinge aufgenommen hat. In der Zwischenzeit hätten aber 337 Personen das Stadtgebiet bereits wieder verlassen oder eine eigene Wohnung bezogen und sind damit aus dem Anwendungsbereich des Aufnahmegesetzes herausgefallen. Insoweit bestehe ein derzeitiger Aufenthalt von Flüchtlingen im Stadtgebiet von 708 Personen aus folgenden 26 Herkunftsländern: Türkei Kosovo Montenegro Mazedonien Griechenland Georgien Bosnien, Serbien Albanien russische Föderation, Südsudan Marokko Algerien Somalia, Kongo, Simbabwe, Eritrea, Kamerun Elfenbeinküste und Sudan, Vietnam, Palästina Afghanistan Irak Iran, Libanon Pakistan, Syrien.

Keine verlässliche Prognose


Die aufgenommenen Flüchtlinge werden und sind überwiegend dezentral in Wohnungen untergebracht, teilte die Verwaltung mit. In der Gemeinschaftsunterkunft „Okeraue“ seien derzeit 152 Flüchtlinge untergebracht (Kapazität 220 Plätze), im Neues Jugendgästehaus 75 (Kapazität 130 Plätze), Obdachlosenunterkunft Salzdahlumer Straße 39 (Kapazität 40 Plätze), Hotel „Antoinette“ 17 (Kapazität 19 Plätze), Hotel „Gala“ (Wendessen) 17 (Kapazität 23 Plätze). Die Zugangszahlen des Jahres 2016 würden sich im Vergleich zum Vorjahr bisher deutlich geringer darstellen. Seit Jahresbeginn sind der Stadt Wolfenbüttel 268 Personen zugewiesen worden. Ende des Jahres 2015 wurde bis zur Jahresmitte 2016 noch mit einem Zugang von bis zu 500 Personen gerechnet. Die weitere Entwicklung sei mit Blick auf die derzeitig unsichere geopolitische Lage allerdings kaum verlässlich prognostizierbar. Von Seiten des Landes Niedersachsen sei zuletzt im Dezember 2015 eine Verteilquote festgelegt, nach der die Stadt im Ergebnis verpflichtet ist, 367 Personen aufzunehmen. Diese Verteilquote, die mit der Aufnahme und Unterbringung von über 300 Personen bereits größtenteils erfüllt worden ist, gilt nach mehrfacher Verlängerung nunmehr zunächst bis zum 30. September 2016. In welchem Umfang danach mit dem Zugang weiterer Flüchtlinge zu rechnen ist, bleibe abzuwarten.


zur Startseite