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Ab Dienstag kreist ein Hubschrauber über Goslar

Eine neue Messsonde zur geologischen Erkundung wird eingesetzt. Betroffen sind die frühen Abendstunden.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Anke Donner

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06.08.2020

Goslar. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt zu Forschungszwecken vom 11. bis 13. August im West-Harz eine geophysikalische Flugkampagne durch. Getestet wird ein neues Messverfahren zur großflächigen Erkundung geologischer Strukturen im Untergrund, bei dem natürliche elektromagnetische Signale in der Atmosphäre genutzt werden. Empfangen werden sie von einer zehn Meter langen Flugsonde, die von einem Hubschrauber als Außenlast in zirka 100 Meter Höhe geschleppt wird. Das berichtet die BGR in einer Pressemitteilung.



An der Aktion beteiligt sind die Westfälische Wilhelms-Universität Münster und die Firma IMAR aus St. Ingbert im Saarland. Die Messgebiete befinden sich bei Goslar und Bad Grund. Um eine möglichst gute Signalqualität zu erreichen, werden die Flüge voraussichtlich in den frühen Abendstunden stattfinden. Start- und Landepunkt ist jeweils der Flugplatz Hildesheim.

Es geht um die Erkundung mineralischer Rohstoffe


Alle Funktionstests finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts DESMEX-II statt. Es hat die Entwicklung von neuen Hubschrauber-gestützten geophysikalischen Messverfahren zum Ziel, mit denen Erkundungstiefen von mehr als 1.000 Meter erreicht werden sollen. Das Verfahren soll in Zukunft zur Erkundung mineralischer Rohstoffe eingesetzt werden. Weitere Partner in diesem Verbundprojekt sind die Universität zu Köln, das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Jena), das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (Hannover) sowie die Firmen Supracon (Jena), terratec (Heitersheim) und DMT (Essen).


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